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| 19:30 Uhr

Europa ist nicht gleich Europa

In Alfred Hitchcocks Thriller „Über den Dächern von Nizza“ dient die französische Stadt als mondäne Kulisse. Foto: Paramount Pictures
In Alfred Hitchcocks Thriller „Über den Dächern von Nizza“ dient die französische Stadt als mondäne Kulisse. Foto: Paramount Pictures FOTO: Paramount Pictures
Saarbrücken. Europa ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsort. Das Bild des Kontinents wird dabei hauptsächlich durch die Medien bestimmt. Doch was ist echt, was Inszenierung? In Kinofilmen lässt sich das am besten überprüfen. Carole Tolksdorf

Wie wird Europa in Filmen dargestellt? Mit dieser Frage beschäftigen sich der Filmwissenschaftler Nils Daniel Peiler von der Saar-Uni und seine Studenten. In einem Blockseminars organisieren sie nun eine Filmreihe mit dem Titel "Europa Film Bilder". Vom 2. bis 7. September werden sowohl zeitgenössische Filme als auch echte Klassiker im Saarbrücker Kino Achteinhalb gezeigt.

In Zeiten von Flüchtlingskrise und Brexit hält es Peiler für wichtig, sich mit der Darstellung Europas in den Medien zu befassen. Als Kommentar zur aktuellen Tagespolitik möchte er die Filmreihe allerdings nicht verstanden wissen. Die Filme zeigten unterschiedliche Ansätze, wie mit Europa umgegangen wird. Anhand der Reihe untersuchen die Studenten beispielsweise, ob Europa im Film nur als Kulisse dient oder ob es Teil der Handlung ist.

In Ernst Lubitschs Film "Ärger im Paradies" aus dem Jahr 1932, der am Dienstag (6. September) gezeigt wird, spielt die Handlung in Europa. Gedreht wurde der Film allerdings komplett in den Paramount Studios in den USA. Regisseur Lubitsch, der in den 20er Jahren von Deutschland nach Amerika emigrierte, sagte dazu: "Ich ziehe das Paris von Paramount dem französischen Paris vor." Der Klassiker "Über den Dächern von Nizza" von Alfred Hitchcock aus dem Jahre 1955, der am Samstag (3. September) vorgeführt wird, spielt ebenfalls in Frankreich und wurde wenigstens zur Hälfte an Originalplätzen gedreht. Ein katalanisches Postkartenbild vermittelt Woody Allens "Vicky, Cristina, Barcelona" aus dem Jahr 2008. Der Film ist geprägt von touristisch anmutenden Aufnahmen der spanischen Metropole und ihrer Umgebung. Kein Wunder, förderte doch die Stadt Barcelona und die Regierung Kataloniens die Produktion mit einem finanziellen Zuschuss. Der Film wird am 5. September im Kino achteinhalb gezeigt.

Alle Werke werden in der Originalfassung und, soweit vorhanden, mit Untertitel gezeigt. Die Filmabende beginnen um 19 Uhr. Kurator und Filmwissenschaftler Nils Daniel Peiler wird jeweils eine ausführliche Einführung zum Film des Abends geben, der dann ab 20 Uhr nach einer kurzen Pause gezeigt wird. Anschließend beantwortet Peiler Fragen aus dem Publikum. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter (06 81) 3 90 88 80.