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Die Saar-Uni hat Vorbildcharakter

Saarbrücken. Die Förderung von Gründern an der Universität des Saarlandes gehört bundesweit zu den besten. red

Über dreißig Firmen wurden im Jahr 2016 an der Universität des Saarlandes gegründet. Weil junge Unternehmer so gut gefördert werden, erklärte der Stifterverband der Deutschen Wissenschaft die Saar-Uni zu einer "Hochschule mit Vorbildcharakter". Im bundesweiten Hochschulranking der Gründungsförderung belegt die Saar-Uni gemeinsam mit zwei anderen Hochschulen in der Rubrik "Große Hochschulen mit mehr als 15 000 Studenten" Platz vier.

Seit Einführung der Strategie "Gründer-Campus Saar" 2013 habe sich die Zahl der Gründungen vervielfacht, sagt Axel Koch, Geschäftsführer der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer (KWT). Er kündigte an, dass zusätzlicher Raum für Jungunternehmer in Campus-Nähe geschaffen werden soll. Auch ein Kreativitätslabor und eine Prototypenwerkstatt sollen eingerichtet werden. Zudem sollen junge Wissenschaftler noch stärker dabei unterstützt werden, Zugang zu Wagniskapital und Eintritt in internationale Märkte zu erhalten.

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken befindet sich im Bereich der mittelgroßen Hochschulen im Schlussfeld. Laut Pressesprecherin Katja Jung seien bei der Platzierung aber noch nicht die Ergebnisse berücksichtigt, die seit der Schaffung einer Stelle für eine Gründungsberaterin im Jahr 2015 erzielt wurden.

Seit 2015 könnten Gründerteams der Hochschule Anträge auf Förderung stellen. Zudem habe die Hochschule im Sommer 2016 in Kooperation mit dem Fachhochschulinstitut für Technologietransfer der HTW (FITT) am Innovationscampus Saarbrücken ein Gründerzentrum mit Büro- und Laborfläche eröffnet.

Damit könne eine systematische Existenzgründungsförderung geboten werden, so Katja Jung. Das FITT sei zudem offiziell als Existenzgründungsnetzwerk beim Bundeswirtschaftsministerium anerkannt.