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Gebühren-Streit
Asta ruft zu Demonstration gegen Verwaltungsgebühr auf

Saarbrücken. (lec) Saarländische Hochschulen können ab dem kommenden Winter Verwaltungsgebühren in Höhe von 50 Euro pro Semester erheben. Das hat eine Änderung des saarländischen Hochschulgesetzes in der vergangenen Woche möglich gemacht. Die Entscheidung, ob die Gebühren tatsächlich kommen, liegt nun bei den Hochschulen selbst.

Universitätspräsident Manfred Schmitt hatte bereits klar gemacht, dass aufgrund der angespannten Haushaltslage Verwaltungsgebühren der Uni mehr finanzielle Spielräume eröffnen sollen. Sollte die Gebührenordnung entsprechend geändert werden, müsste eine Mehrheit im Uni-Senat, in dem alle Gruppen der Hochschule vertreten sind, dem zustimmen. Vor der morgigen Sitzung des Gremiums, bei der es auch um dieses Thema gehen soll, ruft der Allgemeine Studierendenausschuss Asta darum zu einer Demonstration gegen die Gebühr auf dem Saarbrücker Campus auf. Außerdem wollen die Studentenvertreter im Senat eine Umfrage präsentieren, die die große Ablehnung der Idee unter den Studenten verdeutlichen soll (wir haben berichtet).


„Wir hoffen, dass zumindest der Senat erkennt, dass die Einführung von Gebühren unvereinbar mit den Interessen der Studierendenschaft und somit auch mit denen der Universität ist“, so die Asta-Vorsitzende Katharina Waller. Der Ko-Vorsitzende Benedict-Julian Weber ergänzt: „Das Studierendenparlament, der Asta und die Fachschaftsräte sind sich einig, dass ein Verwaltungskostenbeitrag weder zur Verbesserung der Studienbedingungen, noch zu einer wesentlichen Entspannung der Haushaltslage der Uni beiträgt.“