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Kinder-Uni
Klecks Klever vergibt noch freie Plätze

Wer will dem Professor helfen? Bei der Kinder-Uni haben die Nachwuchs-Studenten oft die Gelegenheit, bei der Vorlesung mitzumachen.
Wer will dem Professor helfen? Bei der Kinder-Uni haben die Nachwuchs-Studenten oft die Gelegenheit, bei der Vorlesung mitzumachen. FOTO: Iris Maria Maurer
Saarbrücken. Die Anmeldefrist für das neue Semester wurde verlängert: Noch bis zum 27. Oktober könnt ihr euch für die Kinder-Uni eintragen. Von Nina Scheid

Magnete, Computer, Körperzellen, griechische Helden – in diesem Semester sind die Themen bei der Kinder-Uni wieder ganz schön vielfältig. Im Audimax, dem größten Hörsaal auf dem Saarbrücker Campus, werden Experten aus den Bereichen Antriebstechnik, Bildungstechnologie, Molekularbiologie und Klassische Philologie zu Gast sein und ihr Wissen mit den Kinder-Studenten teilen. Falls ihr noch nicht für das Wintersemester angemeldet seid, habt ihr noch zwei Wochen Zeit: Die Anmeldefrist wurde bis zum 27. Oktober verlängert. Anmelden könnt ihr euch auf www.kinderuni.saarland.


Los geht es am 14. November mit Matthias Nienhaus. Der Professor für Antriebstechnik erklärt euch, wie Magnetismus funktioniert und wie man damit sogar etwas so Großes wie ein Auto bewegen kann. Denn die kleinen Magnete, die Gegenstände aus Eisen, Nickel oder Kobalt anziehen, können nicht nur wichtige Notizen oder eure Kunstwerke am Kühlschrank festhalten, sondern sorgen auch dafür, dass ein Elektromotor zum Laufen gebracht wird. Der steckt zum Beispiel in Waschmaschinen, Rasenmähern und eben auch in Autos. In der Medizin können Magnete sogar helfen, Menschen das Leben zu retten. Wie das geht, erzählt euch Professor Nienhaus bei der ersten Vorlesung.

Weiter geht es am 12. Dezember
mit Professor Armin Weinberger und der Frage, ob uns Computer, Smartphones und Tablets dumm machen oder uns, ganz im Gegenteil, sogar dabei helfen können, klüger zu werden. In den letzten Jahren haben die Geräte viel dazugelernt und können uns einiges an Arbeit erleichtern: Am Computer könnt ihr Texte schneller schreiben als von Hand, das Handy zeigt euch den Weg, ohne dass ihr eine Landkarte braucht, und wenn ihr eine Frage habt, auf die weder ihr noch eure Eltern oder Lehrer eine Antwort wisst, fragt ihr einfach eine Suchmaschine im Internet.



Könnte es sein, dass uns die Geräte im Alltag so viel Arbeit abnehmen, dass wir verlernen, selbst nachzudenken? Professor Weinberger, der sich in seinem Beruf mit Bildungstechnologie auseinandersetzt, will euch zeigen, wie man schlaue Computer richtig nutzen kann, damit sie uns helfen, auch selbst schlauer zu werden.

Den Anfang im neuen Jahr macht Robert Ernst, Professor für Molekularbiologie. Am 9. Januar will er gemeinsam mit euch herausfinden, welche Aufgaben die ganzen Körperzellen haben. Habt ihr denn schon einmal eine solche Zelle gesehen? Falls ja, dann nur unter einem Mikroskop. Denn sie sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Trotzdem gibt es in unserem Körper so viele davon, dass man sie unmöglich alle zählen kann. Verschiedene Arten von Zellen haben verschiedene Aufgaben, die sie erfüllen müssen, damit unser Körper richtig funktioniert. Woher sie wissen, wo sie was tun müssen, und wieso der Aufbau einer Zelle dem einer Stadt ähnlich sieht, das erklärt euch Professor Ernst.

Die letzte Vorlesung in diesem Semester hält Professor Peter Riemer am 30. Januar. Bei ihm lernt ihr, wer der tapfere Odysseus war und wie er einem einäugigen Riesen entkommen konnte. Bestimmt habt ihr schon einmal eine Geschichte aus der griechischen Mythologie gehört, von zornigen Göttern und Helden. Einer davon war auch der kluge Odysseus. Er kämpfte mit seinen Kameraden im Trojanischen Krieg und hatte den rettenden Einfall, um die Trojaner zu besiegen. Und auch nach der Schlacht, als sich die Truppe auf dem Heimweg verirrte, konnte Odysseus dank seiner Klugheit dafür sorgen, dass er und seine Männer wieder zu ihren Familien zurückkehren konnten. Wie er das tat und was ein einäugiger Riese damit zu tun hatte, das erzählt euch Professor Riemer, der sich bestens in der Klassischen Philologie auskennt.

Habt ihr euch schon einen Platz im Audimax gesichert? Wer noch nicht für die Kinder-Uni in diesem Wintersemester angemeldet ist, hat noch bis zum 27. Oktober die Chance dazu. Vielleicht habt ihr auch noch Freunde oder Schulkameraden, die ihr gerne mitnehmen möchtet, und die auch einmal ins Studentenleben reinschnuppern wollen?

Zur Kinder-Uni, die von der Universität des Saarlandes und der Saarbrücker Zeitung organisiert wird, sind Mädchen und Jungen von acht bis zwölf Jahren eingeladen. Alle vier Vorlesungen finden jeweils mittwochs um 16.15 Uhr im Audimax auf dem Saarbrücker Campus statt. Anmeldungen zur Kinder-Uni sind bis zum 27. Oktober über die Internetseite www.kinderuni.saarland möglich. Auch Schulklassen sind herzlich willkommen.Wie jedes Semester wird auch das SZ-Maskottchen Klecks Klever bei der ersten Vorlesung dabei sein und euch alle begrüßen. Er freut sich schon drauf, mit euch Fotos zu machen.

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