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Spargel: 5 tolle Rezepte zum Nachkochen

Kochen, braten, grillen : Spargel: Was Sie über das Frühlings-Gemüse wissen sollten – und fünf Rezepte-Tipps

Wir verraten, wie gesund Spargel ist und verraten leckere und außergewöhnliche Rezepte.

Kaum ein anderes Gemüse ist im Frühling beliebter als Spargel. Fast jedes Restaurant führt das Edelgemüse auf seiner Speisekarte und auch zu Hause bereitet ihn manch einer zu. Die Vielfalt der Rezepte ist riesig und vor allem frisch schmeckt er am besten. Wie bei jedem anderen Gemüse auch, ist es auch beim Spargel empfehlenswert, ihn direkt beim Erzeuger im Hofladen zu kaufen und bald zu essen.

Wie gesund ist Spargel?

Bei den alten Römern galt Spargel als Heilpflanze gegen Zahnschmerzen und Insektenstiche. Eine in Indien beheimatete Spargelsorte wird als Mittel gegen Nervenleiden und Magengeschwüre verwendet. Tatsache ist, dass in Spargelstangen, egal ob weiß oder grün, zahlreiche Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind. Sie bestehen zu 94 Prozent aus Wasser und haben auf 100 Gramm nur 18 Kilokalorien. Damit gehören die Stangen zu besonders kalorienarmen Gemüsesorten. Als Nährstoffe sind in 100 Gramm Spargel zwei Gramm Eiweiß, zwei Gramm Kohlehydrate, ein Gramm Ballaststoffe, 1,9 Gramm Zucker und 0,1 Gramm Fett enthalten.

Zu den Mineralstoffen auf 100 Gramm Spargel gehören 203 mg Kalium, 47 mg Schwefel, 44 mg Phosphor, 37 mg Chlorid, 26 mg Calcium, 17 mg Magnesium und 4 mg Natrium. Außerdem sind Folsäure, Vitamin C, Vitamin E, zahlreiche B-Vitamine sowie Vitamin A enthalten. Das meiste Vitamin C sitzt übrigens in den Spargelköpfen. Der Blutzuckerspiegel wird durch den Genuss von Spargel kaum beeinflusst. Wer abnehmen will, kann also grenzenlos Spargel essen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass grüner und violetter Spargel sogar noch mehr Nährstoffe enthalten. Grüner Spargel ist außerdem ein besserer Lieferant von Antioxidantien. Eine Besonderheit bei allen Spargelsorten ist, dass zu den enthaltenen Ballaststoffen Inulin gehört. Dieses wirkt sich positiv auf die Darmflora aus. Bei regelmäßigem Konsum sinkt durch das Inulin die Gefahr von Übergewicht, Verstopfung, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Dickdarmdarmkrebs und Knochenkrankheiten. In der ayurvedischen Medizin sagt man, dass ein regelmäßiger Konsum von Spargel die Produktion von Sexualhormonen steigere.

Wie lange muss Spargel im Topf kochen?

Das Kochen der Spargelstangen ist nicht schwer. Vor dem Kochen muss der Spargel gewaschen und geschält werden. Dabei ist zu beachten, dass immer von oben nach unten geschält wird. Das untere Ende der Spargelstange schneidet man ab. Dann zwei Teelöffel Salz, einen Teelöffel Zucker und einen Esslöffel Butter in einen großen Topf mit ausreichend Wasser geben. Einfacher geht das mit dem Kochen, wenn ein spezieller Spargeltopf verwendet wird. Die Stangen müssen komplett mit Kochwasser bedeckt sein. Das Wasser kochen und die Stangen hineingeben. Kurz aufkochen, dann die Hitze reduzieren und bei schwacher Hitze rund 15 Minuten garen lassen. Nach dem Garen die Stangen aus dem Topf heben, abtropfen lassen und servieren. Dieser einfache Vorgang ist die Grundlage für jedes Rezept.

Wie bereitet man Spargel im Backofen zu?

Auch der Backofen eignet sich als Ort der Zubereitung. Dafür geht man anfangs wie beim gekochten Spargel vor. Zuerst schält man ihn und schneidet dann die unteren Enden ab. Dann nimmt man ein tiefes Backblech und verteilt darauf die Spargelstangen. Über die Stangen gibt man eine Prise Salz und zwei Teelöffel Zucker. Danach einen Liter Wasser in das Backblech gießen und etwas Butter auf den Spargel geben. Danach verschließt man das Blech mit Alufolie. Nach rund 45 Minuten bei 200 Grad ist der Spargel gar.

Kann man Spargel dämpfen oder braten?

Eine weitere Variante der Zubereitung von Spargel ist das Dämpfen. Auch hier geht man am Anfang wie beim Kochen oder dem Backofen vor und schält zunächst den Spargel, ehe man die holzigen unteren Enden abschneidet. Bei grünem Spargel muss man übrigens nur das untere Drittel schälen. Voraussetzung für das Dämpfen ist ein Dämpfeinsatz, der genau in den Topf passt. Der sollte einen Deckel haben. Zuerst füllt man zwei Zentimeter Wasser in den Topf und gibt dann den Dämpfeinsatz in den Topf. Dort legt man den Spargel hinein. Er darf aber nicht das Wasser berühren. Dann kommt der Deckel auf den Topf. Wer mag, kann vorher noch etwas Zitrone und Salz ins Wasser geben. Das Wasser im Topf kocht man nun auf und lässt den Spargel danach eine halbe Stunde dämpfen. Erst danach darf man den Deckel abheben, da ansonsten der Dampf entweicht. Nach 30 Minuten sollte der Spargel gar sein und kann serviert werden.

Beim Braten ist der Start identisch wie bei den anderen Varianten des Garens. Schälen, Enden abschneiden, Sie wissen schon. Nun scheiden sich die Geister. Man kann die Spargelstangen ganz lassen oder sie in Stücke schneiden. Das ist letztlich Geschmackssache. In einer Pfanne wird zunächst Speiseöl erhitzt, dann kommt der Spargel hinzu. Alternativ zu einer Pfanne kann man auch einen Wok verwenden. Spargelstücke brauchen bei mittlerer Hitze rund sieben Minuten, ganze Stangen bis zu zwölf Minuten. Damit nichts anbrennt, sollte man den Spargel immer wieder wenden. Zum Schluss kann man ihn dann noch in Butter schwenken und danach mit Salz und Pfeffer würzen, ehe man ihn serviert.

Wie grillt man Spargel?

Grillen liegt im Trend und da ist es nicht verwunderlich, dass inzwischen sogar Spargel auf dem Grill landet. Und was steht bei der Spargelzubereitung auf dem Grill am Anfang? Natürlich: Schälen und die holzigen Enden abschneiden. Danach gart man ihn für zehn Minuten in Salzwasser und lässt ihn anschließend gut abtropfen. Zitronensaft und Olivenöl zu einem Dressing vermischen und den Spargel damit bestreichen. Mit Estragon kann man das Ganze würzen. Damit die Marinade gut schmeckt, sollte man sie zehn Minuten einziehen lassen. Danach geht es ab auf den Grill. Dazu legt man den Spargel auf eine Grillschale und stellt diese für zehn Minuten bei indirekter Hitze auf den Grill. Danach kann man den Spargel mit Salz und Pfeffer würzen und schon kann serviert werden.

5 ausgefallene Spargelrezepte

Spargel-Rösti mit Lachs

Zutaten:

  • 500g festkochende Kartoffeln
  • 250g weißen und grünen Spargel
  • Speisestärke
  • Butterschmalz
  • Butter
  • milder Senf
  • Honig
  • Schmand
  • frischer Dill
  • 200g dünn geschnittener Räucherlachs

Zubereitung: Die Kartoffeln mit Salz im Kochwasser garen, dann pellen und auskühlen lassen. Das kann man gut am Vortag erledigen. Die kalten Kartoffeln grob raspeln, zum Beispiel mit einer Käsereibe. Den Spargel schälen, die unteren Enden abschneiden. Den Spargel ebenfalls raspeln, und mit Kartoffeln, etwas Salz und einem gehäuften Esslöffel Stärke mischen. Die Masse in vier gleich große Portionen aufteilen und in einer beschichteten Pfanne in Butterschmalz zu einem Rösti zusammenschieben, mit einem Teller abdecken und bei mittlere Hitze von unten goldbraun backen. Dann mit Hilfe des Tellers umdrehen (Vorsicht, der Teller ist heiß und sollte mit einem Handtuch gehalten werden) und auf der zweiten Seite auch goldbraun backen. Senf, Honig, Schmand, Salz und Pfeffer und den frischgehackten Dill zu einer Sauce verrühren. Die Rösti mit Lachsröschen belegen und die Honig-Dillsauce dazu servieren.

Spaghetti mit grünem Spargel und Schinken

Zutaten:

  • 1 Esslöffel Butter
  • 1 Bund grüner Spargel
  • 250g Spaghetti
  • Salz
  • 1 Zwiebel
  • Speiseöl
  • 100g Schinken
  • 200ml Sahne

Zubereitung: Die Spaghetti bissfest kochen. Danach abseihen und in zerlassener Butter schwenken. Den Spargel schälen, die holzigen Enden abschneiden. Den Spargel in Salzwasser bissfest kochen und abseihen, danach in mundgerechte Stücke schneiden. Den Schinken in Streifen schneiden. Zwiebel und Öl in einem Topf anrösten, dann den Schinken hinzugeben und mit Sahne aufgießen. Das Ganze kurz aufkochen. Zum Schluss die Spaghetti auf einen Teller geben, den Spargel darauf und mit der Sauce übergießen.

Spargelragout mit Putenfleisch

Zutaten:

  • halbes Bund Petersilie
  • 1kg Spargel
  • 600g Putenfleisch
  • 2 Zwiebel
  • 2 Esslöffel Curry
  • 200ml Suppe
  • 1 Becher Creme fraiche
  • 2 EL Speiseöl
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung: Den Spargel schälen, in kleine Stücke schneiden und in Salzwasser weichkochen. Danach abseihen. Zwiebel schälen und kleinhacken, das Fleisch in kleine Stücke schneiden. Fleisch und Zwiebel mit Öl in einer Pfanne anbraten, dann den Spargel hinzugeben. Mit Curry, Salz und Pfeffer abschmecken, danach Suppe und Creme fraiche hinzugeben und aufkochen lassen. Danach zehn Minuten köcheln lassen. Zum Schluss die Petersilie waschen, kleinhacken und vor dem Anrichten über das Gericht streuen.

Palatschinken mit Spargelgemüse

Zutaten:

  • 110g Brenneselblätter
  • 2 Eier
  • 250ml Milch
  • 100g Mehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • 10 Stangen grüner Spargel
  • 1 rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • ½ Becher Sahne
  • 5 Zweige Petersilie

Zubereitung: Die Brennnesseln waschen und in heißem Wasser kurz blanchieren. Danach die Blätter zusammen mit Milch und den Eiern pürieren. Mehl unterheben und mit Salz und Pfeffer würzen. Öl in einer Pfanne erhitzen und darin den gerade zubereiteten Teig backen. Den Spargel schälen, die unteren Enden abschneiden, in Stücke schneiden und fünf Minuten in Salzwasser kochen. Währenddessen die Zwiebel und die Paprika in Würfel schneiden. Öl in eine Pfanne geben und darin die Zwiebeln leicht anbraten. Dann den Spargel und die Paprika hinzugeben und ebenfalls anbraten. Salz, Pfeffer, Muskat und die gehackte Petersilie zusammen mit der Sahne hinzugeben, vermengen und damit die Palatschinken füllen.

Spargelsalat in Tomatenvinaigrette

Zutaten:

  • 2 Tomaten
  • 3 Esslöffel Schnittlauch
  • Salz
  • Zucker
  • Pfeffer
  • 6 Stangen weißer Spargel
  • 1 Esslöffel Butter
  • 1 Liter Wasser
  • 80ml Olivenöl
  • 1 Schuss Balsamico
  • 1 Stück Würfelzucker
  • 1 Teelöffel Tomatenmark

Zubereitung: Den Spargel schälen und die unteren Enden abschneiden. Danach den Spargel in Salzwasser kochen. Dem Wasser zuvor einen Teelöffel Butter und eine Prise Zucker beigeben. Den Spargel rund 16 Minuten kochen lassen. Den gekochten Spargel in kaltem Wasser abschrecken. Die Tomaten häuten und die Kerne entfernen. Das Fleisch der Tomaten in kleine Stücke schneiden. Die übrigen Zutaten zu einer Sauce vermengen und abschmecken. Dann die Tomatenwürfel untermengen. Den noch warmen Spargel in die Sauce legen und zehn Minuten ziehen lassen. Danach etwas Schnittlauch darüber geben und servieren.

Das hilft gegen den Geruch von Spargel-Urin

Spargel hat den unschönen Nebeneffekt, das bei manchen beim Toilettengang nach dem Spargelgenuss der Urin streng riecht. Laut Bundeszentrum für Ernährung ist dafür die Asparaginsäure verantwortlich, die im Spargel steckt. Im Körper wird sie aufgelöst. Dabei entstehen schwefelhaltige Gase. Und die werden über den Urin ausgeschieden. Aber nicht bei jedem Menschen riecht es streng. Denn für den Abbau der Asparaginsäure verwendet der Körper ein Enzym. Und das ist nicht bei jedem Menschen vorhanden. Wer es nicht hat, bei dem riecht es also nicht. Hat man aber damit zu kämpfen, sind Erdbeeren ein guter Tipp. Wer nach dem Spargelgenuss kräftig Erdbeeren nascht, der mildert den Uringeruch laut einer norwegischen Studie deutlich ab. Oder er verschwindet sogar ganz. Grund dafür ist eine chemische Reaktion zwischen den sekundären Pflanzenstoffen der Erdbeere und Proteinen des Spargels. Dadurch wird die Schwefelbildung gehemmt. Übrigens: Es gibt auch Nahrungsergänzungsmittel, in denen Spargelextrakt enthalten ist. Bei der Einnahme kann sich der Urin orange oder blau-grün färben.