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Einkaufen & Leben in Neunkirchen
Eine der Hauptverkehrsadern der Stadt

Von 1907 bis 1978 fuhr die Straßenbahn durch die Hüttenbergstraße. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1973.
Von 1907 bis 1978 fuhr die Straßenbahn durch die Hüttenbergstraße. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1973. FOTO: Stadt NK
In der Hüttenbergstraße wird noch bis Ende des Jahres der Hauptkanal einschließlich der Hausanschlüsse erneuert. Die Straße, die von der Christuskirche zum Oberen Markt führt, ist seit Jahrhunderten eine Hauptverkehrsader der Stadt. om

Aktuell wird zwischen Vogel- und Marienstraße gearbeitet. Dieser Abschnitt soll im Mai abgeschlossen werden. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist fürs Jahresende vorgesehen.
Dann präsentiert sich die Hüttenbergstraße auch mit einer neuen Asphaltdecke, was das Gesamterscheinungsbild deutlich verbessern wird.


Die Hüttenbergstraße ist eine der ältesten Straßen Neunkirchens und schon im Nordheimplan von 1797 erwähnt. Im ersten Ortsplan Neunkirchen  von 1883 ist sie bereits mit durchgehender Bebauung eingezeichnet.
Das Wohn- und Geschäftshaus Nr. 6 (1904 erbaut) und das Wohnhaus Nr. 7-13 (1875 erbaut und 1899 erweitert) stehen unter Denkmalschutz. Früher begann die Straße in der Stadtmitte, an der Kreuzung Stummdenkmal.
1903 wurde der untere Teil zwischen Denkmal und Christuskirche jedoch abgetrennt und zu Ehren von Karl-Ferdinand von Stumm-Halberg in Stummstraße umbenannt.

Ab 1907 fuhr die Straßenbahn durch die Hüttenbergstraße. Zwei parallele Gleisen führten durch die Straße und bildeten damit zur damaligen Zeit (bis 1928) die steilste Straßenbahnstrecke Europas ohne Zahnradantrieb.
Am 14. August 1959 kam es zu einem schweren Unfall mit zwei Toten und acht Verletzten als die Straßenbahn den Halt verlor und rückwärts den Berg hinab in einen städtischen Omnibus rutschte, der in ein Möbelgeschäft gedrückt wurde. Die Straßenbahn verkehrte noch bis 1978.



Während der nationalsozialistischen Herrschaft bis Ende des zweiten Weltkriegs trug die Hüttenbergstraße den Namen Straße des 13. Januar, erhielt aber unmittelbar nach Kriegsende ihren Namen wieder zurück.
In der Hüttenbergstraße wurde in den 1930er-Jahren stellvertretend für die Belegschaft des Eisenwerkes das Denkmal eines Eisengießers aufgestellt.
(Quelle: Straßenlexikon Neunkirchen von Armin Schlicker, Wikipedia) ⇥om