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Darum erkranken Diabetes-Patienten häufiger an Krebs

Metabolisches Syndrom : Diabetes kann die Krebsgefahr erhöhen

(np) Diabetiker haben ein erhöhtes Krebsrisiko, berichtet das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Das gelte zum Beispiel für Darmkrebs. Es gebe auch Anzeichen, dass das Krebsrisiko bereits steige, bevor die Zuckerkrankheit erkannt sei.

Vier Risikofaktoren spielten dabei eine Rolle: Starkes Übergewicht, schlechte Blutfettwerte, zu hoher Blutdruck und erhöhter Blutzucker. Zusammengenommen werden sie als Metabolisches Syndrom bezeichnet und gelten als Vorstufe zu Diabetes.

„Wir reden vom tödlichen Quartett“, sagt Mathias Heikenwälder vom DKFZ. Das Bauchfett sei besonders gefährlich, weil es Wachstumsfaktoren produziere, die andere Zellen zur Teilung anregen. Das könne Tumore wachsen lassen. Außerdem bildeten Fettzellen Östrogene, die in Brust und Gebärmutter das Zellwachstum ankurbeln können. Dieser Teufelskreis lasse sich aber unterbrechen. Eine Schlüsselfunktion komme gesunder Ernährung und viel Bewegung zu, möglichst 30 Minuten täglich.

Diabetes Typ 2 ist nach den Angaben des DKFZ weltweit auf dem Vormarsch. Die Zahl der Patienten habe sich seit dem Jahr 1980 in etwa vervierfacht. In Deutschland erhielten in jedem Jahr eine halbe Million Menschen die Diagnose Diabetes.