| 00:00 Uhr

Kündigung wegen privaten Surfens erst nach Abmahnung

Berlin. Eine Kündigung wegen privater Internetnutzung ist in der Regel ohne vorherige Abmahnung unzulässig. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer damit rechnen musste, dass der Arbeitgeber das Surfen zu privaten Zwecken nicht billigt. Agentur

Darauf weist der Deutsche Anwaltverein (DAV) hin. Er bezieht sich auf eine Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin . Die Richter urteilten, dass nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit der Arbeitgeber in der Regel zunächst eine Abmahnung aussprechen muss. Sie sei nur dann entbehrlich, wenn zu erwarten ist, dass ein Mitarbeiter sein Verhalten künftig beibehält. Dafür sah das Gericht keinen Anlass.