Arbeiten im Ausland: Karrieresprungbrett Auslandsaufenthalt

Arbeiten im Ausland : Karrieresprungbrett Auslandsaufenthalt

Wer zum Arbeiten ins Ausland geht, hat ein Abenteuer vor sich. Der Aufwand wird aber meist belohnt.

() Wer als Berufstätiger für einen Job oder ein Projekt ins Ausland zieht, wagt eine besondere Herausforderung. „Beschäftigung im Ausland kann aber helfen, Zeiten der Arbeitslosigkeit in Deutschland zu überbrücken“, sagt Marcel Schmutzler von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit. Zudem sei es für junge Leute während oder nach der Ausbildung eine Möglichkeit, Erfahrung zu sammeln.

Für viele ist der erste Anlaufpunkt die ZAV. „Darüber hinaus gibt es zahlreiche Jobbörsen für Stellen im Ausland“, sagt Cordula Walter-Bolhöfer, Sprecherin des Vereins Deutsche im Ausland. Ausländische Firmen, die gezielt Personal in Deutschland suchen, haben die Möglichkeit, ihre Stellenangebote in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit zu veröffentlichen. Daneben gibt es etwa das EURES-Portal der Europäischen Arbeitsverwaltungen, in das alle europaweiten Stellenangebote der Mitgliedsländer einfließen.

„Aber nicht nur die Kultur der Länder ist verschieden, sondern auch die Arbeitskultur“, sagt Anastasia Hermann, Head of Research beim Jobvermittler Stepstone. Walter-Bolhöfer findet es daher vor allem wichtig, über gute Sprachkenntnisse zu verfügen. Das helfe nicht nur im Beruf, sondern auch im alltäglichen Leben in der neuen Umgebung. Und natürlich sollte man aufgeschlossen gegenüber Menschen und neuen Erfahrungen sein. In den deutschsprachigen Nachbarländern sowie im englischsprachigen Ausland sind zumindest die Sprachbarrieren niedrig. Entsprechend beliebt sind sie laut ZAV-Sprecher Schmutzler. Und: „Innerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums besteht das Recht auf Freizügigkeit, es fallen also nur wenige bürokratische Hürden an.“ Außerhalb Europas sieht das mitunter anders aus, sagt Hermann. Je restriktiver die Einwanderungspolitik, desto komplizierter sei es, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen und einen Job zu finden. Das Wichtigste sei Kenntnisse und Qualifikationen mitzubringen, die im Zielland stark nachgefragt sind.

Je weiter entfernt das Land und je weniger bekannt die Kultur, desto intensiver muss die Vorbereitung sein, empfiehlt Walter-Bolhöfer. Idealerweise hat man das Zielland schon während einer Reise kennengelernt und sich mit Besonderheiten vertraut gemacht. Natürlich muss man sich auch um den Papierkram kümmern: Visum, Startkapital, Arbeitserlaubnis und Versicherungen.

(dpa)
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