Steuerfalle: Geldwerter Vorteil ist steuerpflichtig

Steuerfalle : Geldwerter Vorteil ist steuerpflichtig

Ein Dienstwagen ist praktisch, bei der Besteuerung aber gibt es viel zu beachten.

() Wer seinen Dienstwagen auch privat nutzen darf, muss dafür einen geldwerten Vorteil versteuern. „Wird kein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch geführt, ist die Privatnutzung mit monatlich einem Prozent des Bruttolistenneupreises des Fahrzeugs zu versteuern“, erklärt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Bundesverbandes Lohnsteuerhilfevereine (BVL) in Berlin. Zusätzlich werden für die Fahrten zwischen der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises je Kilometer und pro Monat fällig. Wichtig zu beachten: Es werden immer ganze Monatswerte angesetzt.

Das gelte auch dann, wenn ein Arbeitnehmer sein Fahrzeug zum Beispiel erst am Ende des Monats überlassen bekomme oder es zu Beginn eines Monats wieder abgeben müsse. Nur in Fällen, in denen das Fahrzeug für einen vollen Kalendermonat nicht genutzt werde darf oder kann, sei für diese Monate kein geldwerter Vorteil zu versteuern. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn ein Mitarbeiter vorübergehend ins Ausland versetzt wird, wenn das Fahrzeug nach einem Unfall nicht benutzbar ist, ein längerer Urlaub gemacht wird oder bei längerer Krankheit wegen Fahruntüchtigkeit ein Fahrverbot besteht.

Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer erhält an einem 27. Februar einen Dienstwagen von seinem Arbeitgeber zur Privatnutzung und für die Fahrten von der Wohnung zur ersten Tätigkeitsstätte überlassen. Am 10. März wird der Mann krank, am 10. April ist er wieder gesund und tritt daraufhin einen Urlaub bis zum 20. Mai an. Mit dem Arbeitgeber ist vertraglich geregelt, dass er das Fahrzeug für Urlaubsfahrten nicht nutzen darf. Dennoch sei in diesem Fall für den gesamten Februar, den gesamten März und den gesamten Mai der geldwerte Vorteil für die Privatnutzung und die Nutzung für Fahrten von der Wohnung zur Arbeit anzusetzen. Nur für April müsse kein Vorteil versteuert werden.

(dpa)
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