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Flexible Weiterbildung ist gefragt

Flexible Weiterbildung ist gefragt

Auf dem neuesten Stand bleiben, Kompetenzen erweitern, sich neu erfinden: Weiterbildung und lebenslanges Lernen sind unverzichtbar in der heutigen Arbeitswelt. Die Angebote der Branche entwickeln sich ständig mit.

Wer im Arbeitsleben und privat Schritt halten will, muss lernen, lernen, lernen. Und das am besten ein Leben lang. Von der Volkshochschule bis zur firmeninternen Schulung gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten, am Ball zu bleiben. Die Methoden dafür ändern sich.

Fand Lernen früher in der klassischen Unterrichtssituation statt, mit Lehrer oder Dozent, festem Lehrplan und Teilnehmern, sind die neuen Konzepte flexibler. Ein großer Teil der Wissensvermittlung ist inzwischen virtuell, Digitalisierung ist eines der Schlagworte der vergangenen Jahre. "Was man merkt, ist, dass das Lernen mit Apps immer stärker auf den Markt drängt", sagt Michael Cordes, Weiterbildungsexperte bei der Stiftung Warentest . Der Trend zum sogenannten Mobile Learning ist schon seit einigen Jahren ein Thema. "Was das zeitliche und räumliche Lernen angeht, wird es flexibler", weiß Cordes. Denn wer Lerninhalte per Video oder Online-Reader einfach auf seinem Smartphone oder Laptop abrufen kann, muss sich nicht an feste Stundenpläne oder Kapitel halten. Damit geht auch der Begriff der Bildungs-Nuggets einher: Inhalte werden in kleine Häppchen verpackt, die je nach Bedarf abgerufen werden können, zum Beispiel als Erklär-Video oder Audio-Datei.

Das heißt allerdings nicht, dass klassischer Unterricht ausstirbt: Blended Learning, also die Verbindung von Präsenzphasen mit E-Learning, war in den vergangenen Jahren das Schlagwort der Weiterbildungsbranche. Auch sogenannte Massive Open Online Courses, kurz MOOCs, spielen eine große Rolle, gerade bei hochqualifizierten Adressaten. "Man schaut sich weltweit an, was angeboten wird", erklärt Esther Winther vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) in Bonn. Sie hat an der Universität Duisburg-Essen die Professur für Erwachsenenbildung inne.

Winther erklärt weitere digitale Trends: Da sind einmal virtuelle Klassenräume. Hier treffen sich Lehrer und Lernende wie im echten Unterricht - nur dass sie eben an einem virtuellen Tisch sitzen und mit ihren Mitschülern und Tutoren über den Computer kommunizieren.

Auf dem Laufenden bleiben

Insgesamt steigt die Beteiligung an Weiterbildungsangeboten. Das größte Wachstum haben firmeninterne Seminare, sagt Carsten Löwe. Er ist Geschäftsführer des Wuppertaler Kreises, dem Bundesverband für betriebliche Weiterbildung . "Das offene Seminar wird trotzdem nicht aussterben", prophezeit er. Laut der aktuellen Verbandsumfrage ist vor allem die Entwicklung persönlicher Kompetenzen wichtig, zum Beispiel Zeitmanagement, Konfliktfähigkeit oder Sprachkenntnisse. Für seine Ergebnisse befragt der Wuppertaler Kreis jährlich seine 50 Mitgliedsinstitute. Diese Weiterbildung findet immer häufiger eigenverantwortlich statt. "Im Allgemeinen ist die Erkenntnis da, dass man sich engagieren muss, um beruflich fit zu bleiben", sagt Löwe.