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Ein Beruf mit Aufstiegschancen

Ein Beruf mit Aufstiegschancen

Dachdecker sorgen dafür, dass das Haus trocken bleibt. Hauptschüler haben in diesem Beruf gute Chancen auf eine Lehrstelle. Die Ausbildungs-Vergütungen sind mit die höchsten im Handwerk.

Wenn sie einem aufs Dach steigen, muss das keiner fürchten. Dachdecker bringen Ziegel oder Schindeln an, montieren Solaranlagen und Blitzableiter. Ab und an beginnt ihr Job aber auch ganz unten. "Die Arbeiten reichen vom Keller bis zur Dachspitze", sagt Claudia Büttner, Sprecherin des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckergewerbes. Im unteren Teil des Gebäudes dichten Dachdecker das Bauwerk gegen Feuchtigkeit und Grundwasser ab. An den Wänden bringen sie Wärmedämmungen und Fassadenbekleidungen an. Sie warten, inspizieren und reparieren sie auch. "Der Dachdecker ist ein Fachmann für die Gebäudehülle", sagt Artur Wierschem , Geschäftsführer des Bundesbildungszentrums in Mayen.

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung nicht vorgeschrieben. Er spiele bei der Bewerberauswahl auch eine nachgeordnete Rolle, sagt Monika Hackel vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. 2013 haben etwa 3200 Lehrlinge ihre Ausbildung zum Dachdecker begonnen, davon waren rund zwei Drittel Hauptschulabsolventen. Bundesweit gibt es etwa 12 500 Betriebe mit mehr als 60 000 Beschäftigten.

Die duale Ausbildung zum Dachdecker dauert in der Regel drei Jahre. Jugendliche haben die Wahl zwischen zwei Fachrichtungen. "Der größte Teil entscheidet sich für die Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik", sagt Wierschem . Ein kleiner Teil spezialisiere sich auf Reetdächer.

Handwerkliches Geschick ist für diesen Beruf eine wichtige Voraussetzung. Außerdem müssen Jugendliche die Baustoffe gut kennen. Wie leicht entflammbar ist ein Material? Wie beständig? Wofür kann es eingesetzt werden? "Gefragt ist auch technische Affinität und mathematisches Verständnis", sagt Wierschem . Sie müssen Flächen richtig messen und das dafür notwendige Material planen können.

Angehende Dachdecker sollten die frische Luft mögen und ordentlich zupacken können. "Der Beruf erfordert körperliche Fitness", sagt Büttner. Zudem müssen sich Dachdecker auf ihre Kollegen, die sie sichern, verlassen können. "Teamfähigkeit ist gerade hinsichtlich des Arbeitsschutzes besonders wichtig", erklärt Wierschem . Nach erfolgreicher Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung bieten sich dem Gesellen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Perspektiven reichen beispielsweise vom Gruppenführer oder Vorarbeiter über den Meistertitel bis hin zu einem weiterführenden Studium. "Wenn man einen Beruf sucht, der Aufstiegschancen bietet, sollte man Dachdecker werden", sagt Wierschem . Der Beruf sei außerdem krisenfest. "Jeder braucht ein Dach über dem Kopf."

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Auf einen BlickDie duale Ausbildung zum Dachdecker dauert drei Jahre. Man unterscheidet zwei Fachrichtungen - zum einen Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik, zum anderen Reetdachtechnik. Das tarifliche Ausbildungsgehalt liegt im ersten Jahr bundesweit bei 600 Euro brutto im Monat. Im zweiten Jahr sind es 750 Euro und im dritten 1000 Euro brutto. Die Ausbildungsvergütung zählt damit zu den höchsten im gesamten Handwerk. Nach der bestandenen Gesellenprüfung liegt der tarifliche Bruttostundenlohn im ersten Jahr zwischen 15,52 Euro (BIBB) und 18,96 Euro (Angaben der Bundesagentur für Arbeit ), der Mindestlohn bei 11,85 Euro. Das sind etwa 2480 beziehungsweise 3000 Euro bruttto, sowie etwa 1900 Euro brutto beim Mindestlohn.Weitere Infos im Internet unter dachdecker.org , www.dach-zentrum.de , www.zdb.de und www.bgbau.de . hei