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Zu wenige Infos über Ausbildungsmöglichkeiten
Beratungen an Schulen oft einseitig

Berlin. Schüler am Gymnasium werden kaum über mögliche Ausbildungen informiert.

(dpa) Studium oder Ausbildung? Worüber Kinder und Jugendliche an ihrer Schule mehr erfahren, hängt laut einer Umfrage unter Eltern auch von der Schulform ab. Am Gymnasium geht die Tendenz mehr zur Aufklärung über Studienmöglichkeiten: Knapp die Hälfte der Eltern mit Kindern auf einem Gymnasium sehen „eher“ oder „eindeutig“ einen derartigen Ausschlag Richtung Hochschulausbildung. Unter den Eltern mit Kindern auf anderen weiterführenden Schulen wie der Realschule lag der Anteil bei 28 Prozent, wie eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey ergab.


Umgekehrt fanden 24 Prozent der Eltern mit Kindern an anderen weiterführenden Schulen, dass die Tendenz der Berufsorientierung da „eher“ oder „eindeutig“ Richtung Ausbildung tendiert. Bei den Eltern mit Gymnasialkindern gaben nur zehn Prozent diese Einschätzung ab. Die restlichen Befragten mit Nachwuchs auf einem Gymnasium oder auf einer anderen weiterführenden Schule (41 Prozent beziehungsweise 48 Prozent) sahen an den Schulen keine Tendenz zu einem bestimmten Ausbildungsweg.

Am weitesten verbreitet sind laut Umfrage Betriebspraktika und Unternehmensbesuche als Angebot für die Kinder. Es gebe aber auch Schulen, wo die Berufsorientierung gar nicht thematisiert wird. 



(dpa)