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Auslandsaufenthalt lässt sich für Rentenanspruch nutzen

Auslandsaufenthalt lässt sich für Rentenanspruch nutzen

Wer länger in einem anderen Land gearbeitet hat, sollte das der Rentenversicherung melden. Denn auch Zeiten im Ausland können für den späteren Rentenanspruch relevant sein. Gerade dann, wenn sie dabei helfen, die vorgeschriebenen Mindestversicherungszeiten vor dem Ruhestand zu erreichen.

Grundsätzlich gilt: Eine Rente erhält nur, wer die Voraussetzungen erfüllt. "Versicherte müssen dafür auf jeden Fall die vorgeschriebenen Mindestversicherungszeiten erreichen", erklärt Dirk von der Heide von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Für langjährig Versicherte, die zum Beispiel mit 63 Jahren in Rente gehen wollen, liegt die Mindestversicherungszeit in Deutschland derzeit bei 35 Jahren. Versicherungszeiten in der Europäischen Union werden für den Rentenanspruch zusammengerechnet. Das gilt auch für Arbeitsaufenthalte in Liechtenstein, Island, Norwegen und der Schweiz. Zusätzlich bestehen zwischen Deutschland und einigen Ländern Sozialversicherungsabkommen, darunter mit Japan, der Türkei, den USA und Australien; auch aus diesen Ländern können Versicherungszeiten berücksichtigt werden.

Die Auszahlung der Rente erfolgt anteilig aus den jeweiligen Ländern. Die Höhe richtet sich unter anderem danach, wie lange der Einzelne dort gearbeitet hat. "Grundsätzlich zählt jeder Monat", sagt von der Heide. Betroffene können sich auf der Webseite der Rentenversicherung informieren und eine kostenlose Broschüre herunterladen.