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Bei der Elektroinstallation an die Zukunft denken
Bei der Elektroinstallation an die Zukunft denken

Wer baut, sollte unbedingt vorher genau planen, welche Elektroanschlüsse wo im Haus gebraucht werden.
Wer baut, sollte unbedingt vorher genau planen, welche Elektroanschlüsse wo im Haus gebraucht werden. FOTO: tdx/homesolute.com
Die Funk-Wetterstation im Bad, der Panik-Schalter im Schlafzimmer, das Web-Radio in der Küche, für Elektroinstallationen gilt: Rechtzeitig planen! Denn bereits in der Rohbauphase wird festgelegt, wo später Funktionen benötigt werden. tdx/lx

Zeitgemäße Elektroinstallationen können heute einiges mehr als nur das Licht ein- und ausschalten – und sehen dabei auch noch richtig gut aus.


Generell gilt es, zunächst den genauen Bedarf zu klären, bevor es an die Installation gehen kann, das heißt wie viele Anschlüsse in welchem Raum für welche Elektrogeräte eingeplant werden müssen. Experten empfehlen dabei, auch ausreichend Leerdosen und Lehrrohre einzukalkulieren: So können später zusätzliche Funktionen leicht nachgerüstet werden! Dabei sollte man nicht nur an Stromleitungen denken. Heutzutage macht es durch aus Sinn auch für das Smart-Home an mögliche LAN-Kabel zu denken. Ist man sich über Wünsche und Bedarf im Klaren, notiert man diese am besten in einer übersichtlichen Liste: Das ist die beste Grundlage für das anschließende unerlässliche Beratungsgespräch mit einem Elektromeister. Der hilft natürlich auch bei der Bedarfsanalyse, falls man sich das selbst nicht zutraut.

Hier sollten ausreichend Steckdosen für folgende Elektrogeräte vorhanden sein: beispielsweise für Fernseher, HiFi, Video, Stehleuchten oder auch den Anrufbeantworter. Als Faustregel empfehlen Experten bei einer Raumgröße
bis zwölf Quadratmetern vier bis acht Schuko-Steckdosen, für alle größeren Räume zwischen fünf und zwölf Steckdosen. Mit Hilfe eines praktischen Touchdimmers lässt sich hier beispielsweise ganz
bequem die gewünschte
Helligkeitsstufe der Beleuch-
tung einstellen. In der Smart-
Home-Version lassen sich Beleuchtung und viele Geräte sogar übers Handy oder das Tablet bequem steuen.



Im Schlafzimmer sollten genügend Steckdosen für die Nachttischleuchte, einen etwaigen Fernseher bzw. HiFi-Geräte eingeplant werden. Bei einer Raumgröße bis zu acht Quadratmetern sind im Normalfall drei bis fünf Steckdosen ausreichend. Für alle größeren Zimmer empfehlen Experten bis zu elf Steckdosen. Als innovatives Schalterprodukt bietet sich hier zum Beispiel ein so genannter Panikschalter an: Bei verdächtigen Geräuschen in der Nacht genügt ein kurzes Antippen und schon sind Haus und Garten in abschreckend helles Licht getaucht.

Für die Küche werden etliche Steckdosen benötigt – angefangen beim Kühlschrank über die Kaffeemaschine oder den Toaster bis hin zu Mikrowelle und Spülmaschine. Als Richtwert gilt bei einer Raumgröße von bis zu zehn Quadratmetern: sieben bis elf Steckdosen, für alle größeren Küchen: acht bis zwölf. Für Information und Unterhaltung beim Kochen oder Spülen sorgt hier ein innovatives Web- oder Digital-Radio – am besten Platz sparend in zwei Unterputzdosen in der Wand installiert.

Insbesondere Rasierer und Fön benötigen hier entsprechende Steckdosen. Aber auch die elektrische Zahnbürste oder Waschmaschine und Trockner sollten bei der Steckdosen-Planung berücksichtigt werden. Je nach Raumgröße sind allerdings drei bis fünf Steckdosen meist ausreichend. Mit Hilfe eines Raumtemperatur-Sensors lässt sich hier auch nachträglich ganz leicht eine Kosten sparende Einzelraum-Temperaturregelung einrichten. So ist es immer dann warm im Bad, wenn es gewünscht wird.⇥tdx/lx

Gerade in der Küche werden besonders viele Steckdosen und Anschlüsse gebraucht.
Gerade in der Küche werden besonders viele Steckdosen und Anschlüsse gebraucht. FOTO: tdx/homesolute.com