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SZ-Sommerserie: Der Brubbel: ein aktiver Kaltwassergeysir in der Eifel

Sommerserie „Am schönsten ist’s daheim!“ : Der Brubbel: ein aktiver Kaltwassergeysir

Alle 35 Minuten schießt in Wallenborn schwefliges Wasser in die Höhe. Ein seltenes Naturschauspiel.

Vögel zwitschern, es riecht nach fauligen Eiern, Menschen stehen am Geländer und starren auf die milchig-trübe Wasseroberfläche. Unbewegt liegt sie da.

 Plötzlich beginnt das nach Schwefelverbindungen riechende Wasser, sich sanft zu wellen, zu blubbern, zu brodeln, überzukochen bis wie aus dem Nichts eine kräftige Fontäne in den Himmel steigt. Sechs Minuten lang schießt sie neun Grad kaltes Wasser bis zu vier Meter in die Höhe.

Dann schwillt sie ab, das Wasser beruhigt sich, liegt wieder still da. Und nach 35 Minuten wiederholt sich das ganze Spektakel. Der „Brubbel“ – oder eigentlich wallende Born – im nach ihm benannten Ort Wallenborn (Landkreis Vulkaneifel) ist einer der wenigen Kaltwassergeysire in Deutschland

Ursache des Naturschauspiels ist eine kohlensäurehaltige Quelle, eine wie es in der Eifel Hunderte gibt. Durch die aufsteigende Kohlensäure baut sich in einer unterirdischen Kammer Druck auf. Nach 35 Minuten ist dieser so groß, dass er das darüberstehende Wasser empor drückt. Ähnlich wie bei einer Sprudelflasche, die geschüttelt wird.

Tipps für Wanderfreunde: Der 3,5 Kilometer lange Brubbelpfad gibt Einblicke in das Dorfleben von Wallenborn, in den Dialekt des Ortes und in die landschaftlichen Besonderheiten. Auch der anspruchsvolle, aber landschaftlich sehr reizvolle „Hinterbüsch-Pfad“ (zwei Tagesetappen) führt am Brubbel vorbei.

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