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SZ-Sommerserie „Am schönsten ist’s daheim!“: Kylltalradweg

Sommerserie „Am schönsten ist’s daheim!“ : An der Kyll entlang – soweit man eben kann

Egal, ob man nun supersportlich ist oder ganz gemütlich unterwegs sein will: Auf dem Kylltalradweg kann man einfach gucken, wie weit man kommt. Denn der nächste Bahnhof ist immer in der Nähe.

Viel Wald, eine ursprüngliche Auenlandschaft, ein wild plätschernder Fluss, historische Mühlen, einsame Eifeldörfer und schöne Burgen ... Der insgesamt 120 Kilometer lange Kylltalradweg zwischen der Kyllquelle und Trier zählt zu den schönsten der Großregion und er hat einen weiteren großen Pluspunkt: Man kann dort einfach in den Tag hinein radeln, gucken, wie weit die Kräfte reichen und muss sich um die Logistik nicht sorgen. Denn die Bahnlinie Köln-Trier ist immer in der Nähe.

Der Fernradweg schlängelt sich entlang der Kyll vorbei an zahlreichen Burgen durch die kontrastreichen Landschaften der Eifel: Wer in Nordrhein-Westfalen startet, erlebt zu Beginn der Radtour die Nordeifel mit ihren Talsperren und Seen, wie den Kronenburger See. Durch die von Urgewalten geprägte Vulkaneifel geht es weiter durch die Südeifel mit ihren typischen Streuobstwiesen und zerklüfteten Felsformationen des Bitburger Gutlandes.

Ständige Begleiter der Kyll, des längsten Flusses der Eifel, sind der Kyll-Radweg und die Bahn-Linie Köln-Trier. Letzteres ist sehr vorteilhaft für den bequemen Rückweg an 22 Bahnhöfen und zum „Überspringen“ des einzigen steilen Anstiegs zwischen Kyllburg und Bitburg-Erdorf: Zwischen diesen beiden Stationen sind 110 Höhenmeter mit mehr als zehn Prozent Steigung zu bewältigen. Wer Kräfte schonen möchte, kann einfach den Zug nehmen.

Die insgesamt nur leicht hügelige Strecke führt vorbei an zahlreichen Burgen (Bertradaburg in Mürlenbach oder Burgruine Ramstein bei Kordel), durch beschauliche Eifeldörfer (Kronenburg mit Burganlage, Birgel mit historischer Wassermühle, Krimi-Stadt Hillesheim, Brunnenstadt Gerolstein), vorbei am Kloster St. Thomas, der römischen Villa Otrang, der Bierstadt Bitburg bis in die Römerstadt Trier.

Der Weg quert eindrucksvolle Landschaften, darunter den Kronenburger See, die Wälder der nördlichen Eifel, die Vulkaneifel, die Streuobstwiesen der Südeifel und die zerklüfteten Felsformationen des Bitburger Gutlandes.

Streckenumleitung bis August 2021: Am „Kuckuckslaytunnel“ ist der Kyll-Radweg wegen aufwendiger Bauarbeiten zwischen Kordel und Trier-Ehrang bis voraussichtlich August 2021 gesperrt. Von April bis Oktober wird zwischen den beiden Bahnhöfen ein Shuttle-Bus eingerichtet. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Deutschen Bahn unter www.bahn.de

Tipp: Warum immer in die Ferne schweifen? Wie wäre es mit einer kleinen Rad-Reise durch die Eifel? Die Eifel Tourismus GmbH bietet diverse Radreise-Pakete an zum Beispiel von Aachen nach Trier über den Vennbahn-Radweg und Kyll-Radweg: Fünf Übernachtungen mit Frühstück und Lunchpaket gibt es für 289 Euro pro Person.

Infos: www.eifel.info

Geheimtipp: In Auw an der Kyll lohnt ein Besuch der kleinen Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt. Einen ausgesprochen schönen Biergarten findet man gleich nebenan im alten Pfarrhaus.

Alle unsere Ausflugstipps, Wander- und Radtouren der Serie finden Sie unter saarbruecker-zeitung.de/sommerserie