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Wendels Kreuz in Ensheim braucht eine Sanierung.

Wegekreuze und Kapellen : Wendels Kreuz in Ensheim braucht eine Sanierung

() Der Gedanke an den Dornröschenschlaf drängt sich auf, wird man dem eher unscheinbaren Wegekreuz in der Ensheimer Schneckenstraße gewärtig. Das liegt an der eindrucksvollen Heckenrose, die das Denkmal umkränzt.

Gestiftet wurde es von Nikolaus Wendel, den das Adressbuch für die Westpfalz – Ensheim gehörte zur Pfalz und damit zum Königreich Bayern – 1911 als Hüttenarbeiter ausweist. Als zwei seiner Söhne in den Ersten Weltkrieg einrücken mussten, legte Wendel ein Gelübde ab: Er stiftet ein Kreuz, wenn sie unversehrt heimkommen. Nach Kriegsende erfüllte Wendel sein Versprechen.

Die Inschrift auf einer Marmorplatte am Sockel zeigt, dass die glücklichen Heimkehrer nicht vergaßen, was sie erlebt hatten: Auch zum Andenken „der gefallenen Fußartilleristen 1914 – 1918“ steht das Kreuz. Lange Zeit pflegte und schmückte es der Obst- und Gartenbauverein Ensheim, wie der Vorsitzende Lothar Nagel berichtet. Dass es für eine Sanierung des geschichtsträchtigen Objekts an der Zeit sei, verhehlt er nicht. Am Kreuz nagt der Zahn der Zeit.