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Viele Bergleute passierten beim Bau 1890 das Wegekreuz in Frankenholz.

Kapellen und Wegekreuze : Es säumte den Weg vieler Bergleute

(bam) Noch keine zehn Jahre lief auf der Grube Frankenholz der Kohleabbau, als das Wegekreuz an der Grenze zur Gemeinde Höchen hin errichtet wurde. Das Bergwerk am Höcherberg beschäftigte da schon fast 1000 Mitarbeiter.

Das rasche Wachstum der Privatgrube machte Frankenholz ebenso schnell zu einem großen Bergarbeiterdorf. Dass das Kreuz genau hier aufgestellt wurde, kam nicht von ungefähr. Über die damalige Distriktstraße, die auch heute noch nach Waldmohr führt, verliefen die Transporte zu den Frankenholzer Schächten. Viele Bergleute passierten den Standort.

Es war der katholische Pfarrer Johannes Weiler aus Höchen, der das Kreuz vor knapp 130 Jahren am 2. November 1890 einsegnete; die Frankenholzer Katholiken gehörten bis 1927 zur Nachbarpfarrei. Das 3,70 Meter hohe Sakraldenkmal kostete 325 Mark, aufgebracht durch eine großzügige Spende von Theobald Ruffing und Sammlungen im Ort. Ein Unwetter beschädigte das Sandsteinkreuz 1956 schwer; zwei Jahre später wurde es unter Schirmherrschaft des Grubendirektors Jules Baumann saniert. Gründlich renoviert wurde es 1990 zum 100. Jubiläum.