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Keuchingen erinnert an Adeline von Boch-Galhau und ihren Mann Lutwin von Boch

Kapellen und Wegekreuze : Gedenken im Eichenwald

() Geschichtsträchtig ist für Ludwig Fixemer der Eichenwald in Mettlach, Höhe Keuchingen. Die Bürger Keuchingens (eigenständige Gemeinde bis 1936, danach wurde Keuchingen der Gemeinde Mettlach einverleibt) errichteten aus Dankbarkeit vor fast 100 Jahren dort zur Erinnerung an die im Ort beliebten Eheleute Lutwin und Adeline von Boch zwei Gedenksteine.

Laut Fixemer wohnten Lutwin von Boch, geboren 1877, und Adeline von Boch-Liebieg, geboren 1880 in Böhmen, mit ihren Kindern im Schloss Saareck in Keuchingen. Adeline von Boch galt vielen Familien als „Mutter der Armen“. Sie war über den Ort hinaus bekannt für ihre Güte und Wohltätigkeit. Trauer erfüllte die Bevölkerung, als Frau von Boch 1932 im Alter von 52 Jahren starb und 13 Tage später plötzlich ihr Mann im Alter von 54 Jahren ihr in den Tod folgte. Auf seinem Gedenkstein steht daher „Es musst’ der Fels dem Edelstein folgen“. Sohn Lutwin war erst 26 Jahre alt, als er die Leitung des Unternehmens Boch übernahm. Um den Ort der Erinnerung, der ständig gut gepflegt wird, noch zu verschönern, stiftete Enkelin Milicent zu Solms geborene von Boch besonders zu Ehren ihrer böhmischen Großmutter 2010 eine handgefertigte Ruhebank. Viele Wanderer, die nach Orscholz zur Cloef unterwegs sind, legen bei den Gedenksteinen eine Rast ein.