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Diersdorfer Kreuz in Oberescherinnert an die Auswanderung ach Amerika.

Serie Kapellen und Wegekreuze : Kreuz erinnert an den Auswanderer Balthasar Schwartz

(bam) Mit der Geschichte einer Auswanderung nach Amerika hat das Wegekreuz zu tun, das an jener Landstraße steht, die von Siersburg über den Saargau nach Oberesch führt. Es findet sich an der Abzweigung zum Heilenbüscher Hof.

Balthasar Schwartz und seine Frau Susanne Hoen stifteten es 1857. Sie stammten beide aus der Umgebung, er aus Ittersdorf, sie aus Düren. Zehn Kinder hatte das Ehepaar, das in Sichtweite des stattlichen Kreuzes den Diersdorfer Hof bewirtschaftete.

Im Laufe der Jahre machten sie daraus ein stattliches Gehöft, kauften ständig mehr Land dazu. Im besagten Jahr 1857 machte sich Balthasar Schwartz erstmals auf über den großen Teich, kehrte aber bald wieder zurück. Vermutlich steht die Stiftung des Kreuzes im Zusammenhang mit dieser kurzen Reise. 1869 wanderte er dann definitiv in die USA aus, seine Frau war fünf Jahre zuvor gestorben. Fünf seiner Kinder begleiteten ihn in den Bundesstaat Iowa, wo es „genügend Wasser und Wald gibt“, wie er in seine alte Heimat schrieb.

Zwei Jahre danach nahm er die Schifffahrt abermals auf sich, um seinen Besitz auf dem Saargau restlos zu veräußern. Am 25. Oktober 1877 starb Balthasar Schwartz, sein Grab befindet sich auf dem „Calvary Cimetary“ in der Stadt Ottumwa.