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Die Kapelle Hl. Kreuz stammt aus dem 17. Jahrhundert und thront über dem Bliestal

Kapellen und Wegekreuze : Als Kontrapunkt gegen Reformierte gebaut

() Beliebtes Wallfahrts- und Ausflugsziel ist die „Kreuzkapelle“ in Blieskastel aus dem späten 17. Jahrhundert. Die Wunden des 30-jährigen Krieges waren längst nicht verheilt, als 1669 der erste Sakralbau auf dem Hügel hoch über dem Bliestal entstand.

Wenig später, 1682/83, folgte hier die bis heute erhaltene Kapelle. „Zur vermehrten Einpflanzung christlich-katholischer Andacht in der von Lutherischen und Reformierten fast überall umgebenen Herrschaft“, so skizziert ein Stiftungsbuch von 1685 den gegenreformatorischen Zweck. Die Grafen von der Leyen hatten den Bau beauftragt.

Die Kapelle Hl. Kreuz hat aus der Anfangszeit noch eine Stuckdecke. Ähnlich Michelangelos Gottvater in der Sixtinischen Kapelle, so schwebt er auch hier über dem Hochaltar. In den Wolken halten Engel die Leidenswerkzeuge Christi. Bedeutendstes Stück ist das mittelalterliche Vesperbild „Muttergottes mit den Pfeilen“, Bestandteil der Gründungslegende von Kloster Gräfinthal. Am Sandstein außen haben sich über die Jahrhunderte hinweg allerhand Zeitgenossen namentlich verewigt.