Kapellen und Wegekreuze Ein Pausenplatz für die Sargträger

Püttlingen-Köllerbach · (et) „Zum Trost der armen Seelen im Fegefeuer“: Diese Worte stehen, schön eingefasst von einem Sandsteinsockel, auf dem Rittenhofener Totengebetskreuz. Es steht auf einer begrünten Verkehrsinsel direkt oberhalb, sozusagen in einer Achse, der beiden markanten Köllerbacher Gotteshäuser, Martins- beziehungsweise Herz-Jesu-Kirche.

 Das Rittenhofener Totenkreuz war einmal als Dankeskreuz errichtet.

Das Rittenhofener Totenkreuz war einmal als Dankeskreuz errichtet.

Foto: Walter Faas

Einer Dokumentation über Püttlinger Wegekreuze des Historikers Franz Reimringer zufolge wurde es als Dankkreuz der Eheleute Johann Himbert und Margarethe, geborene Rupp, 1873 für die unversehrte Rückkehr ihres ältesten Sohnes Nikolaus aus dem Krieg 1870/1871 errichtet. Mit den Jahren wurde es zum „Rittenhofener Totengebetskreuz“, denn alle Beerdigungen im Köllerbacher Ortsteil Rittenhofen hielten hier im Gedenken an den jeweils Verstorbenen an. Ein „Vaterunser“, ein „Gegrüßet seist du Maria“ wurden hier gebetet, wohl nicht nur aus religiösen Gründen, sondern wohl auch, um den Sargträgern eine kleine Pause zu gönnen.

Seinen heutigen Standtort erhielt das Kreuz 1950, als die Sprengerstraße im damals noch selbstständigen Ort Köllerbach, heute Teil der Stadt Püttlingen, ausgebaut wurde.

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