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„Das Kreuz auf dem Flürchen“ erinnert an den Tod eines Bauern aus Bubach-Calmesweiler.

Wegekreuze und Kapellen : Ein Kreuz erinnert an den Unfalltod von Jakob Schorr

() Ein großes steinernes Kreuz, genannt auch „Das Kreuz auf dem Flürchen“, steht am Bolzenberg im Eppelborner Ortsteil Bubach-Calmesweiler. Es steht an der Stelle, wo sich die Bundesstraßen 10 und 269 vereinen.

Beim Einbiegen in die Auffahrt zum Bolzenberg stürzte nach Informationen der Gemeinde Eppelborn am 7. Februar 1893 der 66-jährige Bauer und Gastwirt Jakob Schorr aus Eppelborn mit seinem Gefährt so schwer, dass er an den Folgen der Verletzungen einige Stunden später starb. Sein Sohn Jakob gelobte damals, ein Kreuz an der Unglücksstelle zu errichten.

Etwa elf Jahre später, am 22. Dezember 1903, musste dieser Sohn nach Lebach zum Arzt reiten, um diesen zu seiner schwer erkrankten Mutter zu rufen. Als er am Unfallort seines Vaters vorbeiwollte, soll das Pferd nicht mehr weitergelaufen, sondern nur um die Unglücksstelle gekreist sein. Dieses Pferd zog 1893 die Unglückskutsche. Da dachte der Reiter wieder an sein Versprechen. Er wiederholte dieses Versprechen, und sogleich soll das Pferd weitergelaufen sein. Tags darauf starb die Mutter. 1905 ließ der Sohn an der Unfallstelle seines Vaters ein Kreuz errichten.