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Die Saar: Geschichte eines Flusses
Die Franken an der Saar: Weitere Zahlen und Fakten

500: Fränkische Siedler bauen auf römischen Ruinen ein Dorf in Güdingen. Von Michael Kipp

600: Anfang des 7. Jahrhunderts gründet Bischof Arnual von Metz in Merchingen ein Missionszentrum. Am Ufer der oberen Saar. Als er stirbt, bauen die Menschen ihm eine Grabkirche. Wahrscheinlich dort, wo heute die Stiftskirche steht. Als der Papst Arnual heiligspricht, benennen sie Merckingen in Sankt Arnual um.


706: In einer Schenkungsurkunde wird Gaimundas erwähnt, das spätere Sarreguemines, als Besitztum der Abtei St. Denis bei Paris.

830: Die Merckinger Klerikergemeinschaft entwickelt sich zu einem Kollegiatstift.



870: Herbitzheim (in Lothringen) wird als „Heribodesheim“ erwähnt. In der Römerzeit heißt es „Charibodevilla“. Bereits seit Mitte des 8. Jahrhunderts steht dort ein Frauenkloster. Karl der Kahle überträgt es dem Trierer Erzbischof Merzig.

882: In Merzig entsteht de alte Pfarrkirche Walpurgis.

900: Die Burg Sciva wächst an der Saarschleife. Eine Vorläuferburg der Montclair.

937: Die Ungarn ziehen durchs Saartal, plündern und verwüsten das Kloster Mettlach.

941: Ruotwich ist er erste „eigene“ Abt des Klosters in Mettlach. Zuvor sind die Trierer Bischöfe gleichzeitig Mettlachs Abte. Er baut das Kloster massiv aus und gründet eine Klosterschule.

964: Graf Siegfried von Luxemburg baut in Saarburg eine der ältesten Höhenburgen im Westen Deutschlands – auf dem Hügel Churbelum.

Die Jahresangaben sind „Ungefährangaben“. Grund: Oft finden sich in den Quellen unterschiedliche Jahreszahlen.