Die Saar im Heute – eine Bilderreise von Güdingen nach Völklingen.

Eine Bilderreise an der Saar : Von Güdingen nach Völklingen

In den bisherigen Teilen der Serie über die Saar haben wir die Historie des Flusses erzählt. Nun zeigen wir den Fluss heute – als Bilderreise.

Ist die Saar in Frankreich bis vor Sarreguemines noch weitgehend natürlich geformt, ist sie dies ab Güdingen nicht mehr. Sie fließt in einem Korsett, ihre Kurven sind gezähmt, begradigt oder einfach zugeschüttet. Schnurgerade fließt sie am Saarbrücker Osthafen vorbei. Ihr altes Bett am Fuße des Halbergs gibt es nicht mehr. Die Saarbahn fährt dort heute vorbei – oder drüber hinweg. Die weiten Auen, die die Saar früher in Saarbrücken rahmten, sind heute zugebaut. Mit Straßen, Häusern, Staden, Ostviertel, Theater, Landtag, Landgericht, Stadtautobahn. Wer heute wissen will, wie sich die Saar früher betten durfte, kann dies auf alten Bildern sehen. Die sind im Landes- oder Stadtarchiv oder in den Museen rund ums Saarbrücker Schloss zu sehen. Oder im Internet.

Fließt im französischen Teil auf langen Kilometern der Saarkohlenkanal parallel zur Saar, ist es nun der Verkehr auf der Autobahn. Zunächst die A 620, die sich auf der linken Uferseite über 32 Kilometer bis zum Autobahndreieck Saarlouis zieht. Danach heißt sie A 8 und folgt der Saar bis Merzig, ehe sie nach Luxemburg links abbiegt. Auf der rechten Saarseite verläuft die Eisenbahnstrecke von Saarbrücken nach Trier. 88 Kilometer lang, 99 Kurven. Seit 1859 gibt es sie, bis Dillingen begleitet sie die B 51. Und seit 1963 gibt es die Autobahn.

Die Saar fließt im Hier und Jetzt gelassen an der Hütte in Burbach vorbei, gegenüber das Messegelände, das bald Vergangenheit ist.  Genau wie große Teile Alt-Saarbrückens, dessen Bausubstanz und Menschen im Zweiten Weltkrieg arg leiden mussten. Der Fluss fließt weiter zur ersten Staustufe, die „Saarbrücken“ heißt. Sie überwindet 5,95 Meter Höhenunterschied. Danach schleppt sich der Fluss an Klarenthal, an Gersweiler, Luisenthal, am Kohle-Kraftwerk Fenne vorbei, ehe sie in einer langen Kurve nach Völklingen einbiegt. In die alte Stahlstadt, die heute noch eine ist.

Das alte Eisenwerk, das Weltkulturerbe Völklinger Hütte in der Saaraue, thront am rechten Ufer. Eine der großen Industrieanlagen des Tals, die das Wasser der Saar nicht nur zur Industrialisierungszeit übel vergifteten – und die Menschen nährten. Noch heute haben die Völklinger ein besonderes Verhältnis zur Hütte. Für die Stahl- und Eisen-Betriebe war die Saar einst nicht mehr als ein Kühl- und Brauchwasser-Reservoir – und natürlich ein Abwasserkanal.

Das ist Geschichte. Im Hier und Jetzt lebt Saarstahl neben der Saar und versucht, sie zu schützen. Und nutzt sie als Transportstraße.

Alle Teile der Serie:
1. Bilder der Saar: Vom Donnon bis Sarralbe 2. Von Sarralbe bis zur Landesgrenze 3. Von Güdingen nach Völklingen 4. Von Völklingen nach Mettlach 5. Von Mettlach zur Mündung

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Saar in Bildern - Teil 3

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