Die Saar - eine Bilderreise von Völklingen nach Saarhölzbach

Die Saar -Eine Bilderreise von der Quelle bis zur Mündung : Von Völklingen bis Saarhölzbach

In den bisherigen Teilen der Serie über die Saar haben wir die Historie des Flusses erzählt. Nun zeigen wir den Fluss im Heute, eine Bilderreise.

Völklingen ist für viele Saarländer keine Schönheit. Dennoch sind sie stolz auf das, was Stadt, Land, Bund und Unesco aus diesem Schwerindustrie-Erbe gemacht haben. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte gefällt ihnen, das zeigen sie gerne her. Die Saar, die direkt nebenan fließt, dürfte auch froh sein, dass das Werk nur noch ein Museum ist und keine Abwässer mehr in sie einleitet. So fließt die Saar heute halbwegs sauber aus dem Tal der Industrie, hat Wadgassen und Bous neben sich und Saarlouis vor sich. Doch zunächst kommt die Staustufe bei Lisdorf. Bei Kilometer 66 überwindet sie 3,8 Meter Höhe, ehe sie Richtung Saarlouis einbiegt. Oder besser: An Saarlouis vorbeifließt. Bis zum Saarausbau im 20. Jahrhundert floss sie noch in einer Schleife um die Vaubanstadt und flutete sie regelmäßig bei Hochwasser. Nun nicht mehr. Geblieben sind die Altarme, die für eine schöne Wasserkulisse in der Altstadt sorgen.

Die Saar liegt auch nicht mehr vor den Toren von Wallerfangen, dieser einst mächtigen Stadt – heute eine Gemeinde im Kreis Saarlouis – sondern nur noch mit Altarm. Die Wasserstraße führt weiter nach Dillingen zum letzten Hochofenstandort an der Saar. Hier arbeiten noch Stahlkocher, hier gibt es einen großen Hafen. Kurz darauf ein Ökosee – in einem Altarm – und die Staustufe in Rehlingen, die acht Meter überwindet. Es folgen Saarfels, Menningen, Fremersdorf, Bietzen, Harlingen, Mechern, ehe die Saar an Merzig vorbeifließt und bei Schwemlingen einen Altarm mit kleinen Seen hinter sich lässt. Bei Dreisbach biegt der Fluss aus der Merziger Talweitung in die Ausläufer des Hunsrücks ein. In den sogenannten „Saar-Ruwer-Hunsrück“. Mit der Talweitung endet das mittlere Saartal, das bei Kleinblittersdorf beginnt. Im Hunsrück trifft die Saar auf hartes Gestein, auf Taunusquarzit. Geologen gehen dennoch davon aus, dass die Schleife bereits da war, als die Saar dort noch durch Buntsandstein floss – vor einigen Millionen Jahren lag der über dem Quarzit. Erst später hat sich die Saar zum Quarzit durchgegraben, behält ihren Lauf aber bei. Ergebnis ist ein rund acht Kilometer langer Talmäander, die Saarschleife, die bei Mettlach ausläuft – ein beliebtes Ausflugsziel.

Hinter Mettlach mit seinem alten Kloster, das nun der Firmensitz von Villeroy&Boch ist, fließt die Saar über eine Staustufe und quetscht sich zwischen Steilhängen bis nach Saarhölzbach zur Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz. Eine imposante Natur-Landschaft, die mit der in Völklingen nichts mehr gemein hat.

Alle Teile der Serie:

1. Wenn Nashörner und Kelten aus der Saar trinken 2. Die Römerstraßen bringen Gedeih und Verderb 3. Liutwins Wunder an der fränkischen Saar 4. Burgen und Klöster wachsen am Saarufer 5. Als Elisabeth Saar-Frösche vertreiben lässt 6. Die Stadt des Sonnenkönigs wächst an der blutigen Saar 7. Der Barock-Style am Saarufer 8. Die Mühlen an der Saar 9. La Révolution au bord de la Sarre 10. Die Industrie frisst das Saarufer I 11. Der Saarkohlenkanal 12. Die Industrie frisst das Saarufer II 13. Zwei Weltkriege verwüsten das Saartal 14. Die Saar im Sterbebett 15. Planspiele mit der Saar 16. Der Ausbau der Saar – Episode I 17. Der Ausbau der Saar – Episode II 18. Die Fischer der Saar. 19. und 20. Von den Quellen bis zur saarländischen Grenze – eine Fotoreise 21. und 22. Durch das Saarland – eine Fotoreise 23. Von der saarländischen Grenze bis zur Mündung – eine Fotoreise

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