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SZ-Kritiker Peter Schroeder gestorben

Saarbrücken. Es ist vielleicht ein paar Wochen her, dass Peter Schroeder zuletzt in die Redaktion kam, um zu fragen, ob „noch was zu tun“ sei. Oft hatte er bei solchen Besuchen noch einen Hinweis parat: Dieses Konzert müsse man „unbedingt“ besprechen. oli/jkl

Selten waren es die großen Namen, die er meinte. Denn er wusste: Gerade die weniger Bekannten brauchen Unterstützung. Am Donnerstag ist Peter Schroeder überraschend mit 73 Jahren gestorben. Viele Jahre hat der gebürtige Oldenburger, der seit 1960 in Saarbrücken lebte, für die Saarbrücker Zeitung geschrieben. Der studierte Literatur- und Musikwissenschaftler war ein profunder Kenner des hiesigen Musiklebens. Unter hunderten Konzertkritiken stand sein Kürzel "pes". Dabei scheute er nie das klare Urteil, auch wenn er sich damit nicht nur Freunde machte. Wie die Musik, so liebte Schroeder die Literatur, rezensierte immer wieder auch Bücher für die SZ. Mit großer Leidenschaft arbeitete er an einer Dissertation über Arno Schmidt, die nun unvollendet bleibt. Peter Schroeder hinterlässt Frau und zwei Söhne. Wir werden ihn und seine klare journalistische Stimme vermissen.