Namen sind Schall und Zungenbrecher : Chinesen wählen nie AKK

Eine Püttlingerin ist neuerdings in aller Munde: Annegret Kramp-Karrenbauer, die neue CDU-Bundesvorsitzende, dürfte diese Woche öfter in deutschen Zeitungen, TV-Beiträgen und Talkshows erschienen sein als die Bundeskanzlerin.

Auch internationale Medien vermeldeten und kommentierten ihre Wahl. Doch selbst bei unseren französischen Nachbarn mussten da die Reporter, wegen der Aussprache des Namens, vom Spickzettel ablesen, schlugen sich aber noch ganz passabel mit „Angrät Kroomp-Karrenbouär“. Auch die Russen bekamen’s einigermaßen hin, mit „Anne-grät Kramp-karren-baurre“. Aber, ach, die armen Chinesen. All diese „R“ im Namen! Die Chinesen werden wohl, wie weiland die Russen, um Trump ins Amt zu bringen (nur andersrum), eine Anti-AKK-Facebook-Fake-Kampagne starten, um deren Wahl zur Bundeskanzlerin zu verhindern. Denn wie sollten sie jemals wieder die Knoten aus den Zungen ihrer Nachrichtensprecher heraus bekommen? Bei denen hört sich AKKs Name so in etwa an wie „Anje-g’telè K’lamp-Kalln-baulè“. Das Wohl und Wehe Deutschlands hängt stark von Exporten und daher auch von unseren internationalen Beziehungen ab. Vielleicht sollte AKK in diesem Sinne über eine Namensänderung nachdenken? – Na ja, gut, andererseits: Der isländische Präsident heißt Guðni Thorlacius Jóhannesson, und er hat sich auch nicht umbenennen lassen, ebenso wenig der Premierminister von Mali, Soumeylou Boubèye Maïga, oder der Regierungschef der Mongolei, Uchnaagiin Chürelsüch. Da werden die Reporter dieser Welt wohl oder übel üben müssen. Und außerdem hat „AKK“ ja glücklicherweise auch gar nichts dagegen, wenn ihr Namenskürzel benutzt wird. Und so freue ich mich schon auf Überschriften wie: „AKK im Pkw am AKW von AEG“, oder so . . .