Quierschied: SVG Altenwald besteht Generalprobe

Quierschied : SVG Altenwald besteht Generalprobe

Vor Beginn der Fußball-Saison konnte Saarland-, Landes- und Bezirksligisten ihr Können beim Jost + Pilger Cup testen.

Am Wochenende beginnt die neue Fußball-Saarlandligasaison. Für viele Topteams der Vorsaison war der Jost + Pilger-Cup bei der Spvgg. Quierschied ein letzter Gradmesser vor dem Rundenstart. Im Finale sollten sich am Samstag die zwei bestplatzierten Mannschaften der vergangenen Spielzeit auf dem Kunstrasen „Am Franzenhaus“ gegenüberstehen – mit dem besseren Ende für Borussia Neunkirchen, das den amtierenden Meister TuS Herrensohr nach Elfmeterschießen mit 6:4 (2:2) bezwang.

Während für Herrensohr Engin Yalcin und Christian Schneider in der Elfer-Lotterie über das Tor und an den Pfosten zielten, behielten Neunkirchens Schützen die Nerven. Neuzugang Daniel Schlicker traf letztlich zum Turniersieg. Laut Borussen-Trainer Björn Klos war es der Schlussakt eines geglückten letzten Probelaufs. „Das Turnier an sich ist positiv zu bewerten. Alle Topteams der Vorsaison waren dabei. Daher war das eine gute Standortbestimmung so kurz vor Saisonbeginn – eine gelungene Veranstaltung und gut organisiert“, lobte Klos, der mit Neunkirchen zuletzt den direkten Oberliga-Aufstieg am letzten Spieltag im Duell um die Vizemeisterschaft beim VfB Dillingen (0:2) verpasst hatte und danach in der Relegation an den SF Eisbachtal (0:2) und Hassia Bingen (2:2) gescheitert war.

Nun möchte der Ex-Bildstocker hoch hinaus. „Es sollte unser Anspruch sein, erneut oben mitzuspielen“, sagt Klos. Ob das gelingt, ist eine andere Frage. „Mit nur 15 Feldspielern ist der Kader sehr dünn. Das bereitet mir schon Bauchschmerzen. Aber der Etat wurde nun mal extrem gekürzt, das macht es schwer, adäquat nachzulegen“, so der Trainer. Generell ist er überzeugt: „Die Jungs, die da sind, haben die Qualität, vorne mitzumischen.“

Das deutete die Borussia in Quierschied an, denn sie bestimmte gegen den Meister in Hälfte eins das Geschehen. Dennoch war es Herrensohr, das zur Pause führte: Nach einem Ballverlust bediente Max Wettmann Marc Hümbert, der die einzig echte TuS-Chance zum 1:0 nutzte (14.) – „schmeichelhaft“, wie Klos befand. In Hälfte zwei gelang Neunkirchen die Wende. Und zwar auf eine Art, wie sie jedem Trainer gefällt: spielerisch hochwertig. Gerade vom 1:1 war Klos angetan: „Das war mit der schönste Spielzug. Über 16 Stationen – so wie man es sich wünscht.“ Er hatte genau mitgezählt, ehe Kevin Saks einen Pass von Daniel Ruschmann nur noch eindrücken musste (52.).

Neuzugang Saks von Oberliga-Absteiger FV Eppelborn setzte seinen Lauf damit fort: Der 24-Jährige hat in allen Tests für den neuen Club getroffen, so auch im ersten Duell mit Herrensohr, das die Borussia vor zwei Wochen 3:1 gewann. Im Quierschieder Finale revanchierte sich Saks dann bei Ruschmann mit der Vorarbeit zum 2:1 (58.). Engin Yalcin rettete den TuS per Kopf ins letztlich erfolglose Elfmeterschießen (69.).

Zuvor hatten die Gastgeber Rang drei erreicht: Im Duell des Saarlandliga-Sechsten der Vorsaison gegen den -Vierten machte Quierschied gegen den SV Auersmacher dank eines furiosen Endspurts aus einem 0:2 noch ein 5:2. Dominik Engel, Daniel Schönfeld (zwei), Julian Fernsner und Spielertrainer Florian Weber konterten die Auersmacher Führung durch Nils Cuccu und Hasan Sonsuz. „Wir hatten eine holprige Vorbereitung, haben nicht viele gute Spiele gemacht. Diese letzte Viertelstunde lässt uns jetzt etwas optimistischer in die Runde gehen“, sagte Quierschieds Trainer Pascal Bauer, der das Team mit Weber betreut.

Das Turnier der Landes- und Bezirksligisten entschied am Sonntag die SVG Altenwald gegen die SG Schiffweiler/Landsweiler nach Elfmeterschießen mit 7:6 (3:3) für sich. Altenwald war in der regulären Spielzeit durch Maurice Mönkemeyer früh in Führung gegangen (8.). Die SG kam durch Dennis Wagner und Björn Kunz (49.) zur Wende, woraufhin Altenwald die Partie durch Amin Abdouni (69.) und Johannes Weber (76.) seinerseits umbog – in Überzahl, nachdem ein SG-Akteur Gelb-Rot kassiert hatte. In der Nachspielzeit rettete Marco Grenner Schiffweiler/Landsweiler ins Elfmeterschießen, wo der SG aber die Nerven versagten. „Es war ein relativ ausgeglichenes Duell zweier guter Landesligisten. Durch den späten Schiffweiler Ausgleich mussten wir noch ins Elfmeterschießen, das wir zum Glück gewinnen konnten“, sagte Altenwalds Trainer Vincenzo Simonetta.

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