Studenten zeigen 3D-Drucker in Köln

Studenten zeigen 3D-Drucker in Köln

Objekte in hochkomplexen Formen kann der 3D-Porzellandrucker herstellen. Derzeit wird das Projekt der Hochschule der bildenden Künste in Köln gezeigt.

Das digitale Produktionszentrum und Experimental Media Lab der Hochschule der bildenden Künste (HBK) Saar ist bis zum Sonntag auf der internationalen Einrichtungsmesse imm cologne vertreten. Die beiden HBK-Forschungseinrichtungen werden im Segment besonderer Projekte junger Designer gezeigt.

Vorgestellt wird auch der 3D-Porzellandrucker aus dem digitalen Produktionszentrum der HBK: Das Gerät kann mit geringen Materialkosten dreidimensionale Keramikobjekte in Formen herstellen, die aufgrund ihrer Komplexität nicht zeichenbar sind. Vor der Keramik experimentierten die Studenten zunächst mit Kunststoffen aus Maisstärke. "Damit hatten wir mehr Gestaltungsfreiheit, aber die Objekte wiesen eine billige Anmutung auf", erklärt Hannes Käfer, Werkstattleiter des digitalen Produktionszentrums.

Beim Keramikdruck wird die Porzellanmasse durch Druckluft in feine Stränge gepresst, welche mithilfe der Dateninfo des Computers schließlich Schicht für Schicht übereinandergelegt werden. So entstehen Gegenstände mit abgeteilten Kammern oder ornamentalem Schmuck, die nicht in bekannten analogen Verfahren umgesetzt werden können. Möglich sind dabei individuelle Objekte oder Kleinserien.

Auch wenn Käfer und die Studenten derzeit noch nach konkreten Anwendungsmöglichkeiten suchen, haben sie den Drucker schon für Projekte außerhalb der Kunsthochschule eingesetzt: Auf der Kinderstation einer saarländischen Klinik konnten sich die kleinen Patienten über Tablets eigene Ausstechformen für Fingerpuppen schaffen, die der 3D-Drucker dann druckte.

Die beiden in Köln gezeigten Projekte der HBK entstanden in Kooperation mit dem Studiengang Medieninformatik der Saar-Uni. Die Messe in Köln ist - nach dem Berliner International Design Festival Berlin und den Leipziger Designers' Open - die dritte wichtige Station.

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