Stadtwerke Völklingen wollen Schadenersatz von früheren Chefs

Stadtwerke Völklingen wollen Schadenersatz von früheren Chefs

Der ehemaligen Führung der Völklinger Stadtwerke droht Ungemach. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Böddeker gestern auf SZ-Anfrage sagte, will das Unternehmen wegen des Fischzucht-Desasters vor Gericht Schadenersatz einfordern.

Die Klage werde derzeit vorbereitet. Ob sie sich nur gegen den fristlos gekündigten Ex-Geschäftsführer Jochen Dahm richtet oder auch gegen die früheren Prokuristen Heribert Henner und Ralf Schmitt, ließ Böddeker offen: Zu Namen werde er sich nicht äußern. Jedoch sagte er, es werde "mindestens eine Klage" geben; aus juristischer Sicht seien separate Verfahren geboten - was den Schluss zulässt, dass mehrere Personen im Fokus stehen. Die Hauptforderung zielt nach Böddekers Auskunft auf die ehemalige Geschäftsführung.

Der Schaden, den das Fischzucht-Abenteuer verursacht hat, beträgt mehr als 20 Millionen Euro. Der Ersatz, den das Völklinger Kommunalunternehmen fordert, beläuft sich auf 13,5 Millionen Euro - "vorerst", sagt Böddeker: Der Gesamtschaden sei auf verschiedene Handlungen zurückzuführen, es sei aber noch nicht abschließend geprüft, ob diese jeweils "schadenersatzrelevant" seien. Möglicherweise ergebe sich schließlich ein höherer Betrag. Um Fristen zu wahren, müssten die Klagen im April eingereicht werden.

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