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Gruppensieg
Tischtennis-EM: Deutsche Teams siegen weiter

Dimitrij Ovtcharov spielt bei der Tischtennis-EM in Luxemburg. Foto: Jonas Güttler
Dimitrij Ovtcharov spielt bei der Tischtennis-EM in Luxemburg. Foto: Jonas Güttler FOTO: Jonas Güttler
Luxemburg. Dimitrij Ovtcharov und Co. wollen unbedingt zurück auf Europas Tischtennis-Thron. Das erste Zwischenziel auf diesem Weg haben sie schon einmal locker erreicht. dpa

Die deutsche Nationalmannschaft der Männer machte bei der Team-EM in Luxemburg schon nach dem zweiten von drei Vorrunden-Spielen den Viertelfinal-Einzug und den Gruppensieg perfekt. Beim 3:0-Sieg gegen Kroatien konnte es sich Bundestrainer Jörg Roßkopf erneut leisten, seinen zweiten Star Timo Boll zu schonen.



Umgekehrt ist der Respekt vor dem Turnierfavoriten Deutschland so groß, dass auch die Kroaten in Erwartung einer klaren Niederlage ihre beiden besten Spieler auf der Bank ließen. Die sollten stattdessen lieber ausgeruht in das entscheidende Spiel um den zweiten Gruppenplatz gegen Spanien gehen.

„Jeder Sieg gibt dir Selbstvertrauen und Aufwind. Egal gegen wen. Das ist immer auch ein Ausrufezeichen für andere Gegner“, sagte Ovtcharov. Der Weltranglisten-Vierte blieb bei seinem lockeren 3:0-Erfolg gegen den Kroaten Filip Cipin auch in seinem zweiten EM-Auftritt ohne Satzverlust. Ovtcharov stellte danach aber auch klar: „Es lief bislang zu einfach bei diesem Turnier. Wir wurden hier noch von keinem Gegner richtig gefordert. Deshalb müssen wir auf der Hut sein. Es wird definitiv schwieriger werden im Viertel- oder Halbfinale. Egal, gegen wen es jetzt geht.“

Die K.o.-Runde beginnt im Sport- und Kulturzentrum d'Coque am Freitag. Gegen Kroatien holte der Weltranglisten-23. Ruwen Filus wie schon beim 3:0-Erfolg gegen Spanien den ersten deutschen Punkt. Der Bundesliga-Profi des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell schlug Tomislav Kolarek mit 3:1 Sätzen. Ricardo Walther gewann bei seinem ersten EM-Einsatz gegen Frane Kojic ebenfalls mit 3:1.

Ovtcharovs Appell vor den K.o.-Spielen hat einen Hintergrund: Sechs Mal in Serie gewann die deutsche Mannschaft bis 2013 den EM-Titel. 2014 und 2015 gingen die Endspiele gegen Portugal und Österreich jedoch verloren. „Wir gehen nicht mehr mit dem unbändigen Selbstvertrauen in diese EM, dass wir am Ende eh wieder gewinnen werden - egal, was passiert“, sagte der 29-Jährige.



Eine Warnung sind in Luxemburg auch die Ergebnisse des Titelverteidigers Österreich: Der verlor zum Auftakt gegen die Slowakei und am Donnerstag gegen Portugal. „Ich war 2015 dabei, als wir gegen Österreich verloren haben. Das hat sehr wehgetan. Jetzt bei meiner zweiten EM will ich den Titel holen“, sagte Ricardo Walther.

Die deutschen Frauen standen bereits nach dem ersten Turniertag als Gruppensieger und Viertelfinal-Teilnehmer fest. Sabine Winter, Nina Mittelham und Wan Yuan gewannen ihr bedeutungsloses letztes Vorrunden-Spiel gegen Kroatien mit 3:1. Die beiden Top-Spielerinnen Han Ying und Shan Xiaona wurden in dieser Partie für das Viertelfinale geschont.

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