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Zweirad-Akrobaten in Schräglage

St. Wendel. Mehr als 10 000 Zuschauer zog der zweite Lauf zur Internationalen deutschen Super-Moto-Meisterschaft - der Eintritt in St. Wendel war an beiden Renntagen frei - in seinen Bann. Ein Zahlenwert, der den ADAC Saarland, der die Rennserie bundesweit organisiert, zufrieden stellt: "Am Samstag hatten wir schon drei Mal mehr Zuschauer als 2008 Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Grim

St. Wendel. Mehr als 10 000 Zuschauer zog der zweite Lauf zur Internationalen deutschen Super-Moto-Meisterschaft - der Eintritt in St. Wendel war an beiden Renntagen frei - in seinen Bann. Ein Zahlenwert, der den ADAC Saarland, der die Rennserie bundesweit organisiert, zufrieden stellt: "Am Samstag hatten wir schon drei Mal mehr Zuschauer als 2008. Und heute am Sonntag ist der Zuspruch wirklich gigantisch", freute sich Organisations-Chef Frank Egler. Zu sehen bekamen die Fans intensiv geführte Zweikämpfe, spektakuläre Sprünge und akrobatische Kunststücke.


Interessant aus saarländischer Sicht war die Klasse S1, in denen Piloten auf Maschinen mit bis zu 450 Kubikzentimetern Hubraum starten. Markus Volz und Dirk Spaniol sind die Namen, die das Herz der saarländischen Super-Moto-Szene höher schlagen lassen. Vor dem Wochenende hatten der Dirminger Volz und der Hirzweiler Spaniol mit einem Platz auf dem Podium geliebäugelt. Doch im Training am Samstag deutete sich an, dass es für ganz nach vorne nicht reichen würde. "Das war nicht das, was ich mir vorgenommen hatte. Mein Ziel war es, aus der ersten Reihe ins Rennen zu gehen", ärgerte sich Volz nach dem Zeittraining, in dem er nur Siebter wurde. Das bedeutete, dass er aus der zweiten Reihe ins Rennen gehen musste. Noch schlimmer lief es für Spaniol: Rang elf, Reihe drei.

Als am Sonntagmittag für Volz, Spaniol und Co. die Ampel im Rennen auf Grün sprang, kamen sie gut aus den Puschen. Volz, der auf einer KTM basierenden HPS 450 SM fuhr, ging als Fünfter in die erste Runde, kämpfte sich Position um Position nach vorne. Bis drei Runden vor Schluss Romain Febvre kam. "Das war eine unfaire Attacke von Febvre", sagte Volz wütend: "Der ist im rechten Winkel in mich reingedonnert, mit einem normalen Zweikampf hatte das nichts zu tun. Um nicht zu stürzen, musste ich meine Maschine aufrichten und abbremsen, weshalb auch Michi Herrmann an mir vorbei ziehen konnte." Das bedeutete den fünften Rang für Volz im ersten Lauf. Dirk Spaniol, Chef des DSR-Racing-Teams, wurde Elfter. Für das Spaniol-Racing-Team fährt übrigens Nachwuchs-Mann Febvre.

Auch im zweiten Lauf trat Febvre zu forsch auf. Allerdings konnte er dieses Mal nicht - anders wie im ersten Lauf - profitieren. Er stürzte und fiel zurück. Nach vorne arbeitete sich indes wieder Volz, der auf Rang vier fuhr. Spaniol schied nach einem Sturz auf Platz fünf liegend aus.



Auf einen Blick

Ergebnisse Super-Moto in St. Wendel: 1. Lauf Klasse S1: 1. Petr Vorlicek, DSR Suzuki (Suzuki RMZ 450); 2. Jürgen Künzel, Team Zupin Husqvarna (Husqvarna SM 450F); 3. Romain Febvre, DSR Suzuki (Suzuki RMZ 450); 5. Markus Volz, Dirmingen (HPS 450 SM); 11. Dirk Spaniol, Hirzweiler, DSR Suzuki (Suzuki 450 RMZ). 2. Lauf: 1. Vorlicek; 2. Künzel; Marcel Götz (Kawasaki KX 450 F); 4. Volz.

1. Lauf Klasse S2: 1. Mauno Hermunen, Team Zupin- Husqvarna (Husqvarna); 2. Jochen Jasinski, MH-Motorräder (Husaberg); 3. Manelito Welink, Aprilia Deutschland Grebe (Aprilia SXV 550). 2. Lauf: Hermunen; 2. Jasinski; 3. Welink; 7. Stefan Freyermuth, Berus, Taunus Moto Racing (Husqvarna SMR 450). tog