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Zwei Saarländer gewinnen Bronze

Leichtathletik : Tagesbilanz: Zwei Saarländer gewinnen Bronze

Am ersten Tag der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Erfurt haben einige Starter aus dem Saarland auf sich aufmerksam gemacht. Zwei von ihnen gewannen sogar Medaillen: Hammerwerferin Sophie Gimmler und Luca Wieland im Hochsprung.

Gimmler vom LC Rehlingen sicherte sich mit 65,48 Metern klar den dritten Platz hinter Carolin Paesler (69,51 Meter) und Kathrin Klaas (68,50 Meter), die beide für Eintracht Frankfurt starten. Klaas war die einzige Teilnehmerin, die in dieser Saison die WM-Norm von 71 Metern übertraf – wenn auch nur um sechs Zentimeter.

Medaille als Formtest für Gimmler

Mit einer persönlichen Bestleistung von 65,75 Metern, erzielt im Juni in Fränkisch-Crumbach, ist Gimmler von solchen Zielen noch entfernt. Die deutsche U23-Meisterin zeigte sich in Erfurt zufrieden mit ihrer Leistung: „Ich habe mich sehr gefreut, dass es zum dritten Platz gereicht hat“, sagte die 21-Jährige. „Die Weite hätte besser sein können, aber es war ein guter Formtest für die U23-EM in der nächsten Woche.“ Die europäischen Titelkämpfe finden vom 13. bis 16. Juli im polnischen Bydgoszcz statt.

Mehrkämpfer Wieland (LAZ Saar 05 Saarbrücken) stand bei seinem Erfolg im Hochsprung im Schatten des Überfliegers dieser Saison: Mateusz Przybylko von Bayer Leverkusen, der vor kurzem 2,35 Meter übersprang. Diese Höhe erreichte Przybylko in Erfurt zwar nicht. Doch gewann er beeindruckend souverän vor dem deutschen Meister Eike Onnen (2,19 Meter). Bis einschließlich 2,30 Meter benötigte Przybylko jeweils nur einen Versuch.

Wieland: Fokus liegt auf dem Weitsprung

Wieland hatte bei 2,10 Meter zwar Probleme. Dafür benötigte der Saarbrücker für 2,15 Meter nur einen Sprung – anders als die Konkurrenten, die mit derselben Höhe, aber mehr Anläufen auf den Plätzen hinter ihm landeten. „Es war ein guter Auftakt für morgen“, sagte Wieland mit Blick auf den Weitsprung am Sonntag. Auf dieser Disziplin liege im Moment sein „Hauptfokus“, erklärte der 23-Jährige.

Im Weitsprung der Frauen verpasste dagegen Sosthene Moguenara vom LAZ Saar 05 das Treppechen. Sie wurde mit 6,57 Metern nur Vierte – und verfehlte zudem die WM-Norm von 6,75 Metern. Den Wettkampf gewann Claudia Salman-Rath (6,72 Meter) von Eintracht Frankfurt, die wie Moguenara bei Uli Knapp in Saarbrücken trainiert.

Einen Achtungserfolg erzielte Mehrkämpferin Louisa Grauvogel (LG Saar 70) über 100 Meter Hürden: Sie schaffte es in den Endlauf und dort mit 13,55 Sekunden auf Platz fünf.

Medaillenchancen am Sonntag

Am zweiten Tag der Meisterschaften ist Wieland nicht der einzige Medaillenkandidat aus einem saarländischen Club: Marcel Kirstges (LAZ Saar 05) könnte im Weitsprung ebenfalls auf dem Treppchen landen. Gleiches gilt für Laura Müller über 200 Meter und Andreas Sahner im Hammerwurf. Beide starten für den LC Rehlingen.