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Zwei Erfolge an einem Samstag

Ausgelassen feierten die Spieler der HG Saarlouis ihren Heimsieg am Samstagabend gegen den SV Henstedt-Ulzburg. Foto: Ruppenthal
Ausgelassen feierten die Spieler der HG Saarlouis ihren Heimsieg am Samstagabend gegen den SV Henstedt-Ulzburg. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Saarlouis. Die HG Saarlouis hat einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib in der 2. Handball-Bundesliga gemacht. Gegen den direkten Konkurrenten SV Henstedt-Ulzburg gelang der HG sogar der höchste Saisonsieg. red

Eine herausragende zweite Halbzeit, ein "doppelter Schulz" und der dritte Sieg im dritten Heimspiel in diesem Jahr: Handball-Zweitligist HG Saarlouis war am Samstagabend nach der Partie gegen den SV Henstedt-Ulzburg rundum zufrieden. Mit dem 37:28 (13:15) fuhr die Mannschaft von Trainer Goran Suton nicht nur den höchsten Saisonsieg ein, sondern auch zwei ganz wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenverbleib.

Dabei begann das Spiel zerfahren, und Saarlouis fand weder im Angriff noch in der Abwehr Zugriff. Allein Patrick Schulz im Tor der HG Saarlouis und Merten Krings in der Offensive ließen den Vorsprung der Gäste nicht wachsen, dennoch lag die HG zur Pause mit 13:15 zurück. Trainer Suton nutzte die Halbzeit nicht nur zu einer Umstellung in der Abwehr (6:0 statt 5:1-Formation), sondern hatte auch mit der Einwechslung von Jugend-Nationalspieler Michael Schulz ein besonderes Händchen. Der junge Zwei-Meter-Mann brachte enorm viel Energie rein. Ein Beispiel: Schulz fing in 33. Minute hinten einen Ball ab, machte sich auf den schnellen Gegenstoß-Weg und überwand den ehemaligen Saarlouiser im Tor der Gäste, Jan Peveling, cool zum 15:15-Ausgleich. Noch einmal bäumte sich Henstedt auf, Julian Lauenroth brachte sein Team mit 16:15 in Front, doch es sollte die letzte Führung der Gäste in dieser Partie sein. Fortan dominierte die HG Saarlouis , angefeuert von den 1380 Fans in der Stadtgartenhalle. Ein 10:2-Lauf, eingeleitet und abgeschlossen von Michael Schulz (23:17, 42.), brachte die Entscheidung. Selbst eine harte Rote Karte gegen Jaka Spiljak und eine 4:6-Unterzahl-Situation brachte das Team um den starken Spielmacher Merten Krings, der ebenso wie Dirk Holzner acht Tore erzielte, nicht mehr aus dem Tritt. Am Ende war der 37:28-Heimsieg nach dem Stotter-Start richtig deutlich. Dass Bartek Janiszewski, mit fünf Treffern ebenfalls ein Aktivposten, dann Sekunden vor dem Ende nach der dritten Zeitstrafe auch noch den Roten Karton sah, störte niemanden mehr. "Ich bin stolz", sagte Trainer Suton: "Wir haben heute einen wichtigen Grundstein gelegt für unser Ziel, auch in der nächsten Saison in der 2. Liga zu spielen."

Und an der Vorbereitung für eine nächste Zweitliga-Saison arbeitet die HG Saarlouis mit Hochdruck. Nach der Partie gab sie bekannt, fristgerecht die Lizenzierungs-Unterlagen abgegeben zu haben. Und: Der erste Neuzugang für die neue Runde steht bereits fest, und es ist ein Kracher: Jerome Müller vom SV 64 Zweibrücken, eines der größten deutschen Talente, wird aus der Westpfalz kommen. Beim 36:33 am Samstag gegen Gladbeck konnte der Jugend-Nationalspieler (Schulterverletzung) nicht spielen, trotzdem liegt er mit 148 Toren auf Rang drei der Torjägerliste der 3. Liga West.