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Zwei Chancen für den Einzug ins Finale

Zwei Chancen für den Einzug ins Finale

Saarbrücken. Gerade mal zwei Wochen sind vergangen, seit Eugen Spiridonov und Fabian Hambüchen bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Japan für Deutschland an die Geräte gingen

Saarbrücken. Gerade mal zwei Wochen sind vergangen, seit Eugen Spiridonov und Fabian Hambüchen bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Japan für Deutschland an die Geräte gingen. Zwar verpassten die Nationalturner mit der deutschen Mannschaft das erste Mal seit vier Jahren eine Medaille und wurden nur Sechster, doch die Freude über die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London tröstete darüber hinweg.

Kollegen werden Rivalen

Erfolg schweißt zusammen, so sagt man. In diesem Fall allerdings nicht lange, denn schon an diesem Samstag sind der saarländische Vorzeige-Athlet und der deutsche Kunstturn-Star keine Kollegen mehr. Wenn Eugen Spiridonov an der Spitze der ungeschlagenen TG Saar den Wettkampf beim Tabellenführer KTV Straubenhardt um 18 Uhr mit seiner Boden-Kür beginnt, denkt er nur noch an den Erfolg seiner Bundesliga-Truppe. "Das ist schon ein komisches Gefühl. Fabian und ich haben sechs Wochen lang jeden Tag zusammen trainiert. Und nun sind wir Rivalen. Aber das blende ich aus und werde Vollgas geben", verspricht Spiridonov. Er weiß aber, dass alles für den Gegner KTV Straubenhardt spricht.

Auch Thorsten Michels sieht die Favoritenrolle klar bei den Gastgebern - wegen des Heimvorteils und des stärkeren Kaders. "Die werden in Bestbesetzung antreten, um den Einzug ins große Finale vor eigenen Fans klar zu machen und sich eine Zitterpartie beim SC Cottbus zu ersparen", prophezeit der Mannschaftssprecher der TG Saar. Fakt ist: Der Gewinner des Bundesliga-Spitzenduells steht im Finale um die deutsche Mannschafts-Meisterschaft.

Verliert die TG Saar am Samstag, müsste sie den letzten Wettkampf der regulären Runde zu Hause gegen den MTV Stuttgart gewinnen (19. November, 18 Uhr, Kreissporthalle Dillingen), um acht Tage später in der Max-Schmeling-Halle in Berlin um den Titel kämpfen zu dürfen. Gelingt das nicht, wäre auch noch ein Final-Einzug durch die Hintertür denkbar. Bei einem Punkte-Gleichstand mit dem Tabellendritten Cottbus würden die Geräte-Punkte vermutlich für die Saarländer sprechen.

Tagesform wird entscheiden

Aber warum die Sache unnötig spannend machen? "Das kleine Finale um Platz drei ist drin. Cottbus und Straubenhardt sind aber eine Nummer zu groß für uns", sah TG-Saar-Trainer Viktor Schweizer vor der Saison kaum Chancen gegen die Favoriten. Beim 37:30-Heimsieg gegen den deutschen Meister Cottbus bewies ihm seine Riege im August aber das Gegenteil.

Ob den Saarländern nach diesem Überraschungs-Coup nun auch eine Sensation beim Vize-Meister Straubenhardt mit den Nationalturnern Fabian Hambüchen, Marcel Nguyen und Thomas Taranu gelingt, hängt sicherlich von der Tagesform der TG-Saar-Stars Eugen Spiridonov und Anton Fokin ab, dem aktuellen Bundesliga-Top-Punktesammler. "Genial wäre doch ein Remis, dann wären beide Mannschaften durch", sagt Thorsten Michels, lacht und ergänzt: "Aber das ist im Turnen fast so selten wie ein Sechser im Lotto."

tgsaar.de

Turn-Bundesliga

Vorletzter Kampftag:

MTT Chemnitz/Halle - SC Cottbus Sa, 15.00 Uhr

MTV Stuttgart - KTG Heidelberg Sa, 15.00 Uhr

NTT Hannover - Bayern München Sa, 16.00 Uhr

KTV Straubenhardt - TG Saar Sa, 18.00 Uhr


 1 . KTV Straubenhardt 5 52 : 8 10 : 
 2 . TG Saar 5 44 : 16 10 : 
 3 . SC Cottbus 5 41 : 19 6 : 4
 4 . MTV Stuttgart 5 36 : 24 6 : 4
 5 . MTT Chemnitz/Halle 5 28 : 32 4 : 6
 6 . FC Bayern München 5 24 : 36 4 : 6
 7 . KTG Heidelberg 5 10 : 50  : 10
 8 . NTT Hannover 5 15 : 55  : 10