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Zwei alte Weggefährten, ein Ziel

Zwei alte Weggefährten, ein Ziel

Stuttgart. Für den VfB Stuttgart ist es der fast schon der Saisonhöhepunkt, für den FC Bayern München der erste Härtetest einer richtungweisenden englischen Woche: Beim Süd-Schlager im DFB-Pokal-Achtelfinale geht's für die alten Rivalen um mehr als ums Weiterkommen

Stuttgart. Für den VfB Stuttgart ist es der fast schon der Saisonhöhepunkt, für den FC Bayern München der erste Härtetest einer richtungweisenden englischen Woche: Beim Süd-Schlager im DFB-Pokal-Achtelfinale geht's für die alten Rivalen um mehr als ums Weiterkommen. "Der VfB auswärts ist ein Hammer-Los", spricht Bayern-Trainer Trainer Jürgen Klinsmann von einer schwierigen Aufgabe des Titelverteidigers an seiner alten Wirkungsstätte: "Die Mannschaft ist darauf eingestellt, dass es einen Pokalkampf mit vielen Emotionen geben wird."

VfB-Teamchef Markus Babbel verspürt vor dem Duell mit seinem Ex-Club nicht nur bei sich ein Kribbeln. "Man merkt die Vorfreude", weist er darauf hin, dass Mannschaft, Trainerstab und die ganze Region dem Klassiker entgegenfiebern. Anders als beim packenden 2:2 zum Hinrunden-Abschluss der Fußball-Bundesliga hofft der gebürtige Bayer heute (20.30 Uhr, ZDF) auf einen Sieg: "Es wird nicht leicht, aber wir tun alles, um zu gewinnen."

Für München ist der Pokalhit das erste von zwei Schlüsselspielen binnen vier Tagen. "Es sind zwei ordentliche Gegner. Aber wenn wir unsere Leistung abrufen, werden wir beide Spiele gewinnen", kündigt Philipp Lahm selbstbewusst einen Rückrundenstart nach Maß an. Gegen den Tabellenvierten Hamburger SV geht es für die Bayern an diesem Freitag darum, 1899 Hoffenheim von der Bundesliga-Spitze zu verdrängen und erstmals oben zu stehen in dieser Runde. Der deutsche Nationalspieler versucht, die Konkurrenz schon mal verbal einzuschüchtern: "Wir können uns nur selbst im Weg stehen. National kann uns keiner etwas vormachen. Wir haben den besten Kader."

Zumindest die Schwaben lassen sich vor dem siebten Pokalvergleich mit Bayern - wobei sie nur am 9. November 1989, dem Tag des Mauerfalls, mit 3:0 gewinnen konnten - von solch forschen Tönen nicht schrecken. "Wir haben Großes vor in der Rückrunde", sagt Babbel.

Da kommen die Bayern als Prüfstein gerade recht. Mit einem ähnlich couragierten Auftritt wie beim 2:2 am 13. Dezember, aber noch mehr Disziplin und Konzentration will der VfB den Favoriten in die Knie zwingen. "Die Mannschaft ist hochmotiviert", versichert Babbel. Selbst Bayern-Ass Franck Ribéry schreckt ihn nicht. "Wir wissen, dass er über überragende Fähigkeiten verfügt", lobt er das Fußball-Genie: "Wir müssen ihn als Mannschaft stoppen und dürfen nicht vor Ehrfurcht erstarren."

Klinsmann weiß um die Gefahr gegen den unter Babbel wieder erstarkten und in fünf Partien unbesiegten VfB: "Bei K.o.-Spielen kann man nicht scherzen. Da ist eine Niederlage nicht zu korrigieren." Der Ex-Stuttgarter ließ sogar Elfmeter trainieren. "Das kann ja passieren", begründet er. Babbel hingegen, der sich als Spieler stets um die Verantwortung als Elfmeterschütze gedrückt hatte, verzichtete auf Elfmeterschießen im Training: "Wenn's so weit ist, müssen die schießen, die sich das zutrauen."

Beide Trainer müssen Ausfälle verkraften. Beim VfB fehlen Stürmer Cacau (Nierenkolik), Verteidiger Ludovic Magnin und Mittelfeldspieler Timo Gebhart (beide muskuläre Probleme). Die Bayern müssen auf Abwehrspieler Daniel van Buyten (Magen-Darm-Virus), Stürmer Lukas Podolski und Mittelfeldspieler Toni Kroos (beide Aufbautraining) verzichten. Bastian Schweinsteiger hat übrigens das Rennen um die rechte Außenbahn gegen Hamit Altintop gewonnen. "Der Bastian ist gesetzt in der Rolle", erklärte Jürgen Klinsmann.

DFB-Pokal

Achtelfinale:

Carl Zeiss Jena - Schalke 04 Di, 19.00 Uhr

Hamburger SV - 1860 München Di, 19.00 Uhr

SC Freiburg - FSV Mainz Di, 20.30 Uhr

VfB Stuttgart - Bayern München Di, 20.30 Uhr

Bor. Dortmund - Werder Bremen Mi, 19.00 Uhr

Leverkusen - Energie Cottbus Mi, 19.00 Uhr

VfL Wolfsburg - Hansa Rostock Mi, 20.30 Uhr

Karlsruher SC - SV Wehen Mi, 20.30 Uhr