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Zusätzliches Selbstvertrauen für die Aufstiegsspiele

Zusätzliches Selbstvertrauen für die Aufstiegsspiele

Der Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken hat das letzte Heimspiel in der regulären Saison gegen die SpVgg. Neckarelz ungefährdet mit 2:0 (0:0) gewonnen. Jetzt steht nur noch eine Partie vor der Relegation zur 3. Liga an.

Er ist der Pechvogel der Saison. Erst fiel Lukas Kiefer, Mittelfeldspieler beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken , monatelang wegen einer Erkrankung (Pfeiffer'sches Drüsenfieber) aus, jetzt erwischte es den 22-Jährigen im Spiel gegen Neckarelz bei seiner Rückkehr in die Startelf erneut wohl ganz schwer. Nach einem Foul von Christian Schäfer blieb Kiefer schreiend am Boden liegen.

"Ich habe es krachen hören", sagte der gebürtige Böblinger. Erste Befürchtungen, es handele sich um einen Knöchelbruch, bestätigten sich allerdings nicht. "Die Röntgenuntersuchung hat gezeigt, dass keine Fraktur vorliegt", teilte FCS-Pressesprecher Christoph Heiser mit, "inwieweit die Bänder betroffen sind, wird eine Kernspin-Tomographie am Montag zeigen."

Kiefer, der am Samstag gegen die SpVgg. Neckarelz mit Christian Sauter im defensiven Mittelfeld die Plätze von Daniel Döringer (Gelbsperre) und Jan Fießer (muskuläre Probleme) einnahm, hatte "sehr gut gespielt", wie FCS-Trainer Fuat Kilic urteilte, "es ist sicher ein großer Verlust, wenn wir auf ihn in den Aufstiegspielen verzichten müssen."
In aufsteigender Form

Nach dem Ausscheiden Kiefers spielte der FCS zu zehnt den nie gefährdeten 2:0 (0:0)-Erfolg nach Hause. Die Partie erinnerte an eine eigentlich satte Katze, die mit der Maus noch etwas spielt, bevor sie sie auffrisst. Nach einer lahmen Anfangsviertelstunde setzte Angreifer Matthew Taylor einen Kopfball knapp über die Querlatte und damit das erste Ausrufezeichen. Wenig später rettete Schlussmann Simon Wagner nach einem schönen Spielzug des sehr spielfreudigen Sven Sökler und des sich in aufsteigender Form präsentierenden Dennis Wegner. "Man hat den Unterschied der Profis zu uns Amateuren deutlich gesehen", sagte der Neckarelzer Torhüter Wagner: "Wir trainieren ja nur vier Mal in der Woche. Dafür haben wir das gut gemacht."

Nach einem Dutzend mehr oder weniger guter Möglichkeiten und 51 Minuten entschied der FCS vor 3148 Zuschauern die Partie. Sökler spielte einen Freistoß in den Strafraum, Peter Chrappan legte zurück, und Alexander Hahn musste nur noch den Kopf zum 1:0 hinhalten. Danach musste FCS-Torhüter David Hohs Kopf und Kragen riskieren. Der nach seiner Schädelfraktur mit Kopfschutz spielende Hohs köpfte nach einem Steilpass auf Ugur Beyazal den Ball aus der Gefahrenzone (58. Minute).
Rohracker zeigt sich

Das 2:0 in der 64. Minute war dann eine Bewerbung zweier Spieler, die nicht immer zu den Stammkräften zählen. Sauter leitete mit einem wunderschönen 40-Meter-Pass ein, Dominik Rohracker nahm die Kugel mustergültig an und erzielte das 2:0. "Ich habe mich zumindest gezeigt", sagte Rohracker mit Blickrichtung auf die Aufstiegsspiele gegen die Würzburger Kickers. Der Countdown läuft bereits.