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Zurück an der Stätte des Erfolges

Zurück an der Stätte des Erfolges

In Daegu bestreitet Speerwerfer Matthias de Zordo an diesem Mittwoch seinen ersten großen Wettkampf der Saison. Es folgt unter anderem das Meeting in St. Wendel, bevor die Höhepunkte des Sommers anstehen.

St. Wendel. "Meine Damen und Herren, die Namen, die Sie gleich hören, werden Ihnen auf der Zunge zergehen", sagte St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon, als er vergangene Woche die Pressekonferenz für das zweite Leichtathletik-Weltklasse-Meeting in der heimlichen Sport-Hauptstadt des Saarlandes eröffnete. Und wie Recht er damit hatte: Weltmeister Matthias de Zordo (Speerwurf), Weltmeister Robert Harting (Diskuswurf), Weltmeister David Storl (Kugelstoßen), Olympiasieger Tomasz Majewski (Kugelstoßen), Weltrekordlerin Betty Heidler (Hammerwurf), Ex-Vize-Weltmeisterin Christina Obergföll (Speerwurf).Dieses Sammelsurium an Leichtathletik-Assen gibt sich ausgerechnet im Olympia-Jahr 2012 in St. Wendel die Ehre - viel besser geht es nicht. Der 10. Juni gilt als offizieller Qualifikations-Wettkampf für die Spiele in London - wofür Ex-Weltklasse-Speerwerfer Boris Henry, heute selbst Bundestrainer, mit die Verantwortung trägt. "Wir bieten in diesem Jahr hohe Qualität", sagte Henry, um gleich nachzuschieben: "Und diese Qualität ist sogar noch ausbaufähig."

Dass auch Henrys persönlicher Schützling, Weltmeister Matthias de Zordo, in St. Wendel starten wird, ist Ehrensache. Vor allem, weil "Zorro" noch etwas gutzumachen hat. Im vergangenen Jahr, als das Meeting in St. Wendel seine Premiere feierte, blieb de Zordos Speer bei seinem besten Wurfversuch bei mageren 77,42 Metern stecken. "Das sollte am 10. Juni nicht passieren", sagte der Mann vom SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken, der sich nach zwei Trainingslagern bestens auf die Olympia-Saison vorbereitet sieht. "Ich habe gut gearbeitet, viel im Kraftbereich gemacht. Meine Zubringerwerte sind in manchen Bereichen sogar besser als im Vergleich zur letzten Saison", erzählte de Zordo mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht: "Aber jetzt wird es Zeit, dass ich endlich auch mal ein paar Wettkämpfe absolviere."

Die erste Gelegenheit dazu bietet sich de Zordo an diesem Mittwoch, wenn er an die Stätte seines größten Triumphes zurückkehrt - ins südkoreanische Daegu. Dort, wo er Anfang September des vergangenen Jahres die komplette Welt-Elite ausstach und sensationell mit 86,27 Metern Weltmeister wurde. Daegu soll der erste Schritt in Richtung Olympische Spiele sein. "Natürlich steht in diesem Jahr London in meinem Fokus", gab der Linkshänder zu, der allerdings auch bei der Leichtathletik-Europameisterschaft Ende Juni im finnischen Helsinki an den Start gehen will. Inklusive der lukrativen Diamond-League-Wettbewerbe wartet auf "Zorro" also ein strammes Wettkampf-Programm, weswegen er sich auch noch nicht über einen möglichen Start beim Pfingstsportfest in Rehlingen am Pfingstmontag im Klaren ist. "Ich weiß es noch nicht", sagte de Zordo: "Ich muss schauen, wie ich die ersten Wettkämpfe wegstecke, und dann entscheide ich mich."

sankt-wendel.de/sport/

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"Jetzt wird es Zeit, dass ich endlich auch mal ein paar Wettkämpfe absolviere."

Matthias de Zordo