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Junioren-Radrennen
Zukunft der Saarland Trofeo ist gesichert

Die Trofeo lockt Jahr für Jahr die besten Nachwuchs-Radsportler der Welt ins Saarland, hier eine Aufnahme aus Bliesdalheim.
Die Trofeo lockt Jahr für Jahr die besten Nachwuchs-Radsportler der Welt ins Saarland, hier eine Aufnahme aus Bliesdalheim. FOTO: rup
Gersheim. Die Organisatoren des Junioren-Radrennens erhalten finanzielle Unterstützung vom Innenministerium. Von Julia Franz

Viel Zeit hatte Innenminister Klaus Bouillon nicht. Die Nachricht über den Wechsel von Annegret Kramp-Karrenbauer nach Berlin hatte am Montag das Personalkarussell in der Saar-CDU in Gang gesetzt. Dennoch fand der bekennende Radsportfan am späten Nachmittag den Weg nach Gersheim. Dort wurden im Rathaus mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zwischen dem Ministerium für Inneres, Bauen und Sport und den teilnehmenden Gemeinden die Weichen für die Zukunft der Trofeo gestellt. Neben Gersheim und Mandelbachtal wollen sich auch Neunkirchen, Homburg, Blieskastel und der Saarpfalz-Kreis beteiligen.


Die Zukunft des bedeutendsten Etappenrennens für Junioren-Radfahrer in Deutschland, das in diesem Jahr vom 7. bis 10. Juni über die Bühne geht, ist gesichert – und das Rennen hat einen neuen Namen. Saarland Trofeo nennt sich das internationale Rennen ab sofort. Im vergangenen Jahr, ausgerechnet zum 30. Jubiläum, hatte es einen kräftigen Dämpfer für den Veranstalter, die Gemeinde Gersheim, gegeben. Hauptsponsor und Namensgeber Karlsberg zog sich nach 29 Jahren zurück, kurzfristig konnte kein neuer Sponsor gefunden werden.

„Die Saarland Trofeo ist mit ihrem hohen Stellenwert im weltweiten Radsport ein Aushängeschild für unser Bundesland“, sagte Bouillon. „Mit ihrer internationalen Ausrichtung stellt sie einen wirkungsvollen Werbeträger für das Saarland als Wirtschafts- und Tourismusstandort dar, indem sie Menschen aus vielen Ländern zu uns führt. Deshalb trägt mein Ministerium gerne dazu bei, die Zukunft dieser wertvollen Veranstaltung zu unterstützen“, erklärte Bouillon, der das Rennen erweitern möchte.

Seit zehn Jahren ist die Trofeo Teil der Weltcup-Rennserie für Radjunioren. „Der höchste Stellenwert, den ein Juniorenrennen auf der Welt erhalten kann“, freute sich Gersheims Bürgermeister Alexander Rubeck. Die Veranstaltung stellt die Gemeinde aber vor hohe Anforderungen – nicht nur finanziell. Bisher trug Gersheim den Großteil der Verantwortung. Das soll sich ändern. Vom Innenministerium bekommt Gersheim 30 000 Euro Unterstützung pro Jahr – eine Erleichterung für die Organisatoren rund um Wolfgang Degott, die jedes Jahr rund 100 000 Euro auftreiben müssen.

2018 messen sich die weltbesten Junioren auf Strecken rund um Neunkirchen, Blieskastel, Gersheim, Homburg und Mandelbachtal sowie Lothringen und in der Westpfalz. Der Startort steht noch nicht fest, Zielort wird Bliesdalheim sein.