Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 00:00 Uhr

Zinnbauer muss gehen: HSV wirft schon wieder den Übungsleiter raus

Hamburg. Der Hamburger SV hat mal wieder seinen Übungsleiter entlassen. Auf Grund der akuten Abstiegsgefahr musste Trainer Josef Zinnbauer nach einem halben Jahr wieder seinen Hut nehmen. Nun übernimmt Sportdirektor Peter Knäbel. sid

Der Retter nach dem Retter sollte der Architekt eines neuen Hamburger SV sein. Doch der HSV stellte gestern Abend Josef Zinnbauer frei. Sportdirektor Peter Knäbel wird für den Rest der Saison in der Fußball-Bundesliga als Trainer eingesetzt. Zinnbauer wurde nach sechs Monaten im Amt die jüngste Pleitenserie zum Verhängnis: Der Bundesliga-Dino hatte am Freitag das Kellerduell gegen Hertha BSC mit 0:1 (0:0) verloren und schwebt nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg erneut in akuter Abstiegsgefahr.

"Nach den jüngsten Ergebnissen und in Anbetracht der sportlichen Gesamtsituation sahen wir uns gezwungen, eine Veränderung vorzunehmen", erklärte Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer . Die Veränderung: Knäbel, dessen einzige Cheftrainer-Station eine Spielertrainer-Tätigkeit beim FC Winterthur (1998 bis 2000) war, sitzt am Karsamstag im Spiel bei Bayer Leverkusen auf der Bank. Beiersdorfer sieht den "Direktor Profifußball" als in dieser Situation beste Option: "Peter kennt die Mannschaft und die Umstände am besten und ist in der Lage, sofort zu handeln."

Zinnbauer hatte am 16. September Mirko Slomka beerbt, der ebenfalls der Retter des HSV werden sollte. Zinnbauers Bilanz ist mit 24 Punkten aus 23 Spielen dürftig. Vor allem die Offensivschwäche bekam der frühere U 23-Trainer des Clubs nicht in den Griff. Hamburg stellt den schlechtesten Angriff der Liga. Im Heimspiel gegen die Hertha blieb die Mannschaft zum 15. Mal in dieser Saison ohne Treffer - negativer Vereinsrekord. Zinnbauer hatte nach der Niederlage noch gesagt, er spüre "die Rückendeckung des Vereins". Doch die Angst vor dem ersten Abstieg der Club-Geschichte ist größer als das Vertrauen in Zinnbauers Fähigkeiten, das Ruder beim HSV herumzureißen.

Und so reiht sich der 44-Jährige in die Liste von elf Trainern ein, die der HSV in den vergangenen viereinhalb Jahren verschlissen hat. Dabei war er mit großen Vorschusslorbeeren gestartet. "Er soll neue Impulse setzen und die Mannschaft emotionalisieren. Wir trauen es ihm absolut zu und stehen hinter ihm", hatte Beiersdorfer über Zinnbauer bei dessen Beförderung im Herbst 2014 gesagt. Doch der Effekt verpuffte schnell. Nach der Relegation in der vergangenen Saison steckt der einst so stolze Club zehn Monate später erneut tief im Abstiegssumpf.