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Zika-Virus: Kenia erwägt Verzicht auf Olympische Spiele

Zika-Virus: Kenia erwägt Verzicht auf Olympische Spiele

Kenia erwägt einen Verzicht auf die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen, sollte sich die Ausbreitung des Zika-Virus zu einer Epidemie entwickeln. "Wir werden das Risiko für unsere Athleten nicht eingehen, sollte sich das Virus weiter ausbreiten", erklärte Kipchoge Keino , der Präsident des kenianischen Olympia-Komitees KOC.Das durch Stechmücken übertragene Zika-Virus steht im Verdacht, bei einer Infektion von Schwangeren Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie) beim ungeborenen Kind auszulösen.

Erwachsene können an dem Guillain-Barré-Syndrom erkranken, einer seltenen Nervenkrankheit. Diese kann zu dauerhaften Lähmungen führen.

Besonders betroffen ist das Olympia-Gastgeberland Brasilien. Das US-Olympiakomitee USOC hat seine Athleten zur Vorsicht gemahnt, ihnen sei geraten worden, nicht nach Rio zu fahren, wenn sie Bedenken hätten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) macht seine Sportler über die Verbandsärzte mit dem Problem vertraut.

Das Internationale Olympische Komitee wird nach Angaben seines Präsidenten Thomas Bach "alles dafür tun, um die Gesundheit aller Teilnehmer zu garantieren". Bach rechnet allerdings offenbar nicht mit schwerwiegenden Problemen während der Olympischen Spiele. Die Spiele vom 5. bis 21. August finden im brasilianischen Winter statt.