Zerstrittene FCK-Führung demonstriert Geschlossenheit

Fußball : Zerstrittene FCK-Führung demonstriert Geschlossenheit

Der Luxemburger Unternehmer Becca steht beim 1. FC Kaiserslautern vor einem Einstieg als Investor. In der 3. Liga geht’s gegen Schlusslicht VfR Aalen.

Der 1. FC Kaiserslautern hat den großen Knall in der Vereinsführung vorerst abgewendet. Patrick Banf hat seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender des e.V. am Donnerstagabend mit sofortiger Wirkung an Michael Littig abgegeben, bleibt aber an der Spitze des Beirates und des Aufsichtsrates der in eine Kapitalgesellschaft ausgegliederten Profiabteilung.

Trotz der zuletzt verhärteten Fronten und kontroversen Ansichten über den Einstieg potenzieller Investoren beim Fußball-Drittligisten wollen sich die Verantwortlichen zusammenraufen. „Allen Beteiligten war es wichtig, mit dieser Entscheidung Zusammenhalt und Geschlossenheit in einer wichtigen Phase des FCK zu demonstrieren“, hieß es in einer Vereinsmitteilung.

Bereits seit Monaten tobt in der Vereinsspitze ein Streit über die zukünftige Ausrichtung. Und die wirtschaftliche Misere droht weiterhin im Sommer in der Insolvenz zu enden. Rund fünf Millionen Euro fehlen noch, um die Lizenz für die kommende Spielzeit zu sichern. Aus diesem Grund gab der Verein in der vergangenen Woche eine neue Fan-Anleihe aus und lässt Interessenten zudem über eine internetbasierte Kreditvermittlung in den Club investieren. Bisher konnte damit jedoch nicht einmal eine Million Euro eingesammelt werden.

Retter des FCK könnte der Luxemburger Unternehmer Flavio Becca werden. Der Mäzen des luxemburgischen Europa-League-Teilnehmers F91 Düdelingen steht Medienberichten zufolge vor einem Einstieg als Investor. „Da sind wir auf einem guten Weg – wir sind ein Level weiter“, sagte Banf der „Rheinpfalz“. Dagegen sind weitere Gespräche mit dem Russen Michail Ponomarev, der auch den KFC Uerdingen finanziert, wohl nicht geplant.

Sportlich will der FCK seinen Aufwärtstrend in der 3. Liga gegen den VfR Aalen fortsetzen. Trainer Sascha Hildmann warnt vor dem Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr) aber davor, den Tabellenletzten zu unterschätzen. „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und werden alles daran setzen, bei uns zu gewinnen. Ihre individuelle Klasse haben sie beim 3:0-Sieg in Karlsruhe gezeigt“, sagte der 46-Jährige am Freitag.

Mit nur einer Niederlage und 16 Punkten aus den letzten neun Partien haben sich die Pfälzer nach einer enttäuschenden Hinserie stabilisiert. „Wir müssen die gleiche Mentalität und Leidenschaft an den Tag legen wie zuletzt“, erklärt Hildmann, der die Fast-Blamage im Südwestpokal-Halbfinale nicht mitzählt. Nur mit Mühe hatte der FCK am Mittwoch gegen den sechstklassigen FV Dudenhofen mit 2:1 (0:0) gewonnen.

Vor 6395 Zuschauern im ausverkauften Ludwigshafener Südwest-Stadion brachten Mads Albaek und Theodor Bergmann den FCK in Führung. Dudenhofen verkürzte per Foulelfmeter durch Kevin Hoffmann zum Endstand. Im Finale trifft der FCK am 25. Mai in Pirmasens auf Regionalligist Worms.