Zeit zum Ausruhen? Gibt's nicht!

Saarbrücken. Wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt, dann geht es direkt weiter ins Training. Zeit zum Ausruhen bleibt nicht. Eigentlich sind es zwei Jobs, die Caroline Salm verrichtet. Die Mittelfeldspielerin des 1. FC Saarbrücken steht mitten im Beruf - als Physiotherapeutin - und kickt mit dem FCS in der Fußball-Bundesliga

 Caroline Salm vom 1. FC Saarbrücken kann zupacken: Sie arbeitet als Physiotherapeutin in einer Hasborner Praxis. Foto: Ruppenthal

Caroline Salm vom 1. FC Saarbrücken kann zupacken: Sie arbeitet als Physiotherapeutin in einer Hasborner Praxis. Foto: Ruppenthal

Saarbrücken. Wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt, dann geht es direkt weiter ins Training. Zeit zum Ausruhen bleibt nicht. Eigentlich sind es zwei Jobs, die Caroline Salm verrichtet. Die Mittelfeldspielerin des 1. FC Saarbrücken steht mitten im Beruf - als Physiotherapeutin - und kickt mit dem FCS in der Fußball-Bundesliga. Dort spielt die 23-Jährige in dieser Saison eine zentrale Rolle.Aufgrund der Verletzungssorgen in der Mannschaft, aber auch dank einer guten Saisonvorbereitung ist Salm in Trainer Stephan Fröhlichs Mittelfeld mittlerweile gesetzt. "Die Vorbereitung war super, vor allem war ich schmerzfrei. So kann es weitergehen", sagt Salm, die schon drei Knieoperationen über sich ergehen lassen musste und deshalb nicht über die Rolle der Ergänzungsspielerin hinauskam. Was passiert, wenn der Kader wieder komplett ist, das weiß sie nicht: "Ich werde weiter Gas geben und hoffe, dass ich trotzdem eine Chance auf die Startelf habe." Wie sehr sich Caroline Salm für den 1. FC Saarbrücken reinhängt, zeigt sich an ihrem Tagesablauf. Es ist keine Zeit für weitere Hobbys, geschweige denn für andere Sportarten. "In der Sommerpause gehe ich oft Schwimmen, das war es aber auch schon", verrät Salm, die 2005 vom SV Dirmingen zum FCS wechselte. Gelegentliche abendliche Besuche in der Saarbrücker Innenstadt mit ihren Mannschaftkolleginnen und Einkaufstouren zählen zu ihren wenigen Freizeitaktivitäten. Gut, dass sie in der Mannschaft nicht nur Mitspielerinnen, sondern auch Freundinnen hat. "Wir verstehen uns super und unternehmen deshalb auch oft etwas zusammen", erzählt Caroline Salm, "beispielsweise waren wir am trainingsfreien Dienstag vor einer Woche im Saarbrücker Calypso-Bad: Sauna und relaxen". Dass in der Fünf-Tage-Trainingswoche mal ein Tag ausfällt, ist selten. "Am Mittwoch hatten wir auch frei, weil alle vom Pokalspiel und vom Wochenende platt waren (3:1 gegen den TSV Crailsheim und 1:3 bei der SG Essen-Schönebeck, Anmerkung der Redaktion)", erzählt die 23-Jährige. Trotzdem macht "Caro" die Anstrengung nichts aus. Für den FCS gibt sie alles und der Beruf, in dem sie nach Abschluss der Ausbildung seit einem Jahr tätig ist, ist ihr Traum. "Das wollte ich schon immer machen, und es macht richtig Spaß", erzählt die junge Spielerin. So fährt sie jeden Tag von Hasborn, wo sie in einer Praxis arbeitet und im Vorort Steinbach wohnt, nach Saarbrücken zum Fußball. Morgen wird Caroline Salm wieder auf dem Feld stehen, wenn es für den Tabellenfünften 1. FC Saarbrücken gegen den Vorletzten Hamburger SV geht. Anpfiff ist um 11 Uhr im Stadion Kieselhumes. Verzichten muss FCS-Trainer Fröhlich auf Noémie Beney, die zur Schweizer Nationalmannschaft reist.

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