Zebras wollen Heimserie ausbauen Merchweiler darf nach oben schielen

Zebras wollen Heimserie ausbauen Merchweiler darf nach oben schielen

Illingen. Da macht man sich bei den Illtal-Zebras niemand was vor. "Wir stehen nach der Vorrunde schlechter da, als wir uns das vorher ausgerechnet haben", gibt der stellvertretende Vorsitzende der Handballfreunde Illtal, Volker John, zu

Illingen. Da macht man sich bei den Illtal-Zebras niemand was vor. "Wir stehen nach der Vorrunde schlechter da, als wir uns das vorher ausgerechnet haben", gibt der stellvertretende Vorsitzende der Handballfreunde Illtal, Volker John, zu. Liefert aber im gleichen Atemzug auch die Begründung dafür, warum die Mannschaft von Peter Monz nur auf dem elften Platz (11:19 Punkte) der Oberliga überwinterte: "Das Verletzungspech war schuld, dass wir nicht ein bis zwei Plätze weiter oben stehen und frei von allen Abstiegssorgen wären." Zudem hält John fest, "dass wir etliche Spiel nur ganz knapp und sehr unglücklich verloren haben".

Im ersten Meisterschaftsspiel 2010 unternehmen die Zebras einen neuen Anlauf in Richtung sichere Tabellen-Regionen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Denn einmal lässt sie Peter Monz vor eigenem Publikum in der Hellberghalle von der Leine. Dort haben die Illtaler die letzten vier Spiele gewonnen. Zum anderen kommt am Sonntag mit Fortuna Saarburg ein Gegner auf Augenhöhe nach Eppelborn. Das Spiel beginnt um 18 Uhr. Die Saarburger sind Vorletzter mit 7:23 Punkten.

Volker John gibt die Richtung vor: "Ich hoffe, dass ich am Sonntagabend beim Urlaub im Zillertal die Nachricht von einem Sieg bekomme, alles andere wäre eine Riesen-Enttäuschung." Auch wenn Peter Monz immer noch nicht seine Wunsch-Formation zur Verfügung steht. Nach wie vor sicher nicht dabei sein wird Michael Lehnert, Sebastian Hoffmann wird wohl spielen können, ein Fragezeichen steht hinter Oliver Zeitz. Der hat nach wie vor Probleme mit einem Bauchmuskel-Abriss, hat laut Volker John am vergangenen Wochenende bei einem kleinen internen Turnier aber wieder erste Geh-Versuche unternommen.

Wie dem auch sei: Das Thema Abstieg ist bei den Handball-Freunden noch kein Thema. Der elfte Platz am Ende würde wohl zum Klassenverbleib reichen. "Ab Platz zwölf wird es jedoch je nach Konstellation in den oberen Ligen eine ganz enge Kiste", weiß der Zebra-Vize. Deshalb werde man alles versuchen, sich möglichst früh abzusetzen. Bei dieser Rechnung spielen die noch sieben Heimspiele in der Hellberghalle eine Hauptrolle. "Mit den Zuschauern im Rücken sollten wir dort den Grundstock dafür legen, dass sie auch in der nächsten Saison Oberliga-Handball sehen können."Merchweiler. Der Titelkampf in der Handball-Saarlandliga der Männer ist in dieser Saison so spannend wie schon seit Jahren nicht mehr. Eine Übermannschaft gibt es nicht. Nach den ersten zehn Spieltagen hat sich eine Art Drei-Klassen-Gesellschaft herauskristallisiert. Ganz hinten sind der HC Überherrn, die MSG HF Untere Saar II und der TV Altenkessel mit je zwei Punkten. Die drei Teams TuS Elm-Sprengen, VTZ Saarpfalz II und SV 64 Zweibrücken II bilden das graue Mittelfeld.

Davor kommen sechs Teams mit positivem Punkteverhältnis - und erfreulicherweise gehört der TV Merchweiler mit zu diesen Mannschaften. Gerade einmal fünf Punkte beträgt der Rückstand des TVM zum Spitzenreiter HSG Völklingen. Und der dürfte an diesem Wochenende kaum größer werden. Denn die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaspieler Christian Piller (Foto: SZ) empfängt am Sonntag die Regionalliga-Reserve der HF Unteren Saar - und ist der klare Favorit. Anwurf in der Allenfeldhalle in Merchweiler ist um 18 Uhr.

Zwei Stunden früher, um 16 Uhr, empfängt die zweite Welle der Merchweiler die SG Ommersheim/Aßweiler. Mit einem Sieg könnte der TVM II den letzten Tabellenplatz in der Bezirksliga Ost abgeben. mwe

"Wir stehen schlechter da, als wir uns das ausgerechnet haben."

Volker John

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