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Zebras auch im letzten Spiel des Jahres zu Hause ungeschlagen

Zebras auch im letzten Spiel des Jahres zu Hause ungeschlagen

Dirmingen/Uchtelfangen. Co-Trainer Jörg Schäfer platzte in der Halbzeitkabine die Hutschnur. "Ich musste ordentlich laut werden." Kein Wunder: Die Handballfreunde Illtal (HFI) lagen am Sonntagabend nach 30 Minuten in heimischer Halle gegen den TV Homburg mit 9:14 zurück

Dirmingen/Uchtelfangen. Co-Trainer Jörg Schäfer platzte in der Halbzeitkabine die Hutschnur. "Ich musste ordentlich laut werden." Kein Wunder: Die Handballfreunde Illtal (HFI) lagen am Sonntagabend nach 30 Minuten in heimischer Halle gegen den TV Homburg mit 9:14 zurück. Eine unterirdische Abwehrleistung mischte sich mit kopflosen Einzelaktionen im Angriff zu einem satanarchäolügenialkohöllischen, sprich schwer genießbaren Handballpunsch. "In der ersten Halbzeit, das war kein Handball", schüttelte Spielertrainer Krzysztof Wroblewski den Kopf, konnte am Ende aber feststellen: "Kein Handballspiel ohne Spielfehler. Hauptsache, wir sind aus dem Keller gekommen. Am Ende war das sicher ein super Spiel." Nachdem die Zebras nämlich in der Halbzeit den Kopf gewaschen bekommen hatten, zogen sie sich tatsächlich am eigenen Schopf aus dem Sumpf. Schon nach acht Minuten erzielte Daniel Sinnwell den Ausgleich zum 16:16. Und in der 42. Minute war es abermals der bärenstarke Daniel Sinnwell (bester Torschütze, acht Treffer), der mit dem 19:18 die erste Führung der Gastgeber herstellte. Damit war der Bann endgültig gebrochen und die HFI präsentierten sich in gewohnter Heimstärke. Am Ende zeigte die Anzeigetafel ein versöhnliches 31:27. "Heute hat man wieder gesehen, was Geist, Kampf und Wille bewirken können", stellte Wroblewski fest. "Wir haben über den Kampf zum Spiel gefunden. Ich glaube allerdings, dass die Nussecken einen großen Anteil am Sieg haben", schmunzelte Sinnwell mit Blick auf Mannschaftsbetreuer Friedhelm Bungert. Weihnachtlichen Gerüchten zufolge hat die Apothekerfamilie Bungert ein Rezept für Zaubernussecken gefunden.

Mag sein, dass das auch mit ein Grund ist, der Wroblewski so zuversichtlich ins neue Jahr blicken lässt: "Es war ein langer Weg, aber jetzt kommt unsere Zeit. In der Rückrunde werden wir zu alter Stärke finden."sep