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Wunram holt WM-Silber über 25 Kilometer, Andreas Waschburger Achter

Schwimm-WM in Südkorea : Wunram überrascht sich selbst mit WM-Silber

Saarbrücker Waschburger wird über 25 Kilometer Achter.

Als Finnia Wunram nach über fünfstündiger Qual im Dauerregen von Yeosu aus dem Hafenbecken kletterte, war Staffel-Weltmeister Rob Muffels sofort mit dem Schirm zur Stelle. „Er hat mich gecoacht und war für mich verantwortlich“, sagte die Magdeburgerin nach ihrem Silberrennen über 25 Kilometer dankbar: „Er hat mir Tipps gegeben und mir beigestanden.“

Mit der weltmeisterlichen Hilfe gewann die 23-Jährige die fünfte WM-Medaille für die deutschen Freiwasserschwimmer und beschloss eine Woche, an deren Ende dem Bundestrainer die Superlative ausgingen. „Ich weiß gar nicht mehr, was ich sagen soll“, meinte Stefan Lurz und beließ es mit: „Wahnsinn. Der Hammer.“ Die beste WM-Bilanz seit sechs Jahren, erstmals in der Geschichte der Sportart vier Olympia-Startplätze für ein Land, in Zehn-Kilometer-Weltmeister Florian Wellbrock vier Jahre nach dem Rücktritt des Rekordweltmeisters Thomas Lurz ein neues Zugpferd – im Freiwasser sind die deutschen Schwimmer wieder Weltspitze.

Nach dem WM-Debakel vor zwei Jahren am Balaton ohne einen einzigen Podestplatz ging laut Lurz „ein Ruck durch die Mannschaft, auch wenn es ein negativer war“. Die Konsequenz: „Wir sind alle aus der Lethargie aufgewacht und haben gesagt: Es geht nicht alles von alleine. Wir müssen Gas geben.“ Die Würzburger um Lurz und die Magdeburger um Trainer Bernd Berkhahn rauften sich zusammen, trainierten häufiger zusammen, fuhren gemeinsam ins Trainingslager, nahmen regelmäßig an Weltcups und Europacups teil. „Das ist die Erfolgsgeschichte“, meinte Lurz.

Im Rennen der Männer belegte Andreas Waschburger aus Saarbrücken Platz acht. Der Olympia-Achte von London 2012 über zehn Kilometer wurde damit bester Deutscher vor dem Neunten Sören Meißner und hatte am Ende 1:20 Minuten Rückstand auf Weltmeister Axel Reymond (Frankreich).