| 23:11 Uhr

Wölfe und Bayern im Gleichschritt

Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg und Bayern München liefern sich an der Spitze der Fußball-Bundesliga ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Wolfsburg gewann gestern Abend mit 3:0 gegen Borussia Dortmund und liegt mit 63 Zählern punktgleich vor dem Tabellenzweiten aus München, der am drittletzten Spieltag ebenfalls mit 3:0 gegen Bayer Leverkusen siegte und zwei Tore hinter den "Wölfen" liegt

Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg und Bayern München liefern sich an der Spitze der Fußball-Bundesliga ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Wolfsburg gewann gestern Abend mit 3:0 gegen Borussia Dortmund und liegt mit 63 Zählern punktgleich vor dem Tabellenzweiten aus München, der am drittletzten Spieltag ebenfalls mit 3:0 gegen Bayer Leverkusen siegte und zwei Tore hinter den "Wölfen" liegt. Auch Hertha BSC (62 Punkte) kann dank des 2:1 in Köln weiter vom Titel träumen. Durch die Siege des Spitzenduos Wolfsburg und München steht fest, dass der Meister erst am letzten Spieltag gekürt wird.


Drei Tage nach der 1:4-Klatsche beim VfB Stuttgart beruhigte Edin Dzeko gegen die sieben Mal in Serie siegreichen Dortmunder früh die Gemüter im Wolfsburger Lager. Gleich die erste Chance nutzte der Bosnier zu seinem 21. Saisontor und brachte die "Wölfe" in der 15. Minute im Fernduell mit den Bayern in Führung. Grafite (47.) mit seinem 24. Saisontor und wieder Dzeko (85.) ließen Trainer Felix Magath erneut jubeln. BVB-Mittelfeldspieler Kevin-Prince Boateng sah in der 75. Minute wegen groben Foulspiels die Rote Karte.

Nach zuletzt zwei Siegen unter Interims-Trainer Jupp Heynckes musste der FC Bayern zu Hause eine Halbzeit warten, ehe der Sieg gegen Leverkusen Formen annahm. Luca Toni (47.) brachte den Meister auf die Siegerstraße, nachdem im ersten Durchgang auch Wirbelwind Frank Ribéry bei seiner Rückkehr in die Startelf nicht die Lücke in der Bayer-Deckung gefunden hatte. Dies änderte sich nach Wiederanpfiff, als der Dribbler eine feine Kombination abschloss (58.) und für Beruhigung unter den Bayern-Fans sorgte. Lukas Podolski (71.) steuerte den dritten Bayern-Treffer bei.



Beim bereits geretteten 1. FC Köln wahrte Hertha BSC mit 2:1 den Traum von der ersten Meisterschaft seit 78 Jahren, tat sich aber schwer. Cicero (42.) brach mit seinem Tor den Bann und untermauerte Berlins Ruf als Meister der Effizienz. Kurz darauf traf Patrick Ebert (53.) und beseitigte alle Zweifel am Hertha-Erfolg. Köln war anzumerken, dass einige Leistungsträger fehlten und für den verletzten Stammtorhüter Faryd Mondragon Debütant Thomas Kessler im Kasten stand. Adel Chihi sorgte mit seinem Tor in der Nachspielzeit für Ergebniskosmetik.

Nach dem "Spiel der letzten Chance" scheint der Abstieg des Karlsruher SC besiegelt. Zwar demonstrierten die Profis des Tabellenletzten beim 2:3 gegen Hannover 96 anfangs, dass sie sich noch nicht mit dem Gang in die 2. Liga abgefunden haben und gingen durch Tore von Alexander Iaschwili (10.) und Lars Stindel (32.) im strömenden Regen in Führung. Doch die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga steckte nicht auf. Hannover drehte das Spiel durch Tore von Sergio Pinto (32.), Mikael Forsell (45.) und Hanno Balitsch.

Unterdessen wurden gestern Abend Spekulationen um Werder Bremens Spielmacher Diego und einen möglichen Wechsel immer verrückter. "Der teuerste Transfer aller Zeiten in der Bundesliga nimmt immer konkretere Formen an", meldete die "Bild"-Zeitung und berichtete von einem Treffen zwischen Diegos Vater und den Bayern. Im "Kicker" behauptete der Spielerberater Giacomo Petralito: "Diegos Wechsel zu Juventus Turin ist längst perfekt. Alle drei Parteien haben unterschrieben." Und Diegos Arbeitgeber Werder Bremen dementierte, dass der Brasilianer wechseln werde: "Es gibt keine Einigung mit einem anderen Verein."

"Wer ein

Spiel verliert, spielt wohl nächste

Saison in der

Europa Liga."

Jupp Heynckes, Trainer des

FC Bayern München,

vor dem 32. Spieltag