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WM-Qualifikation: Handballer trotz Dämpfer optimistisch

WM-Qualifikation: Handballer trotz Dämpfer optimistisch

Nach dem Dämpfer von Danzig glauben die deutschen Handballer weiter an die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Katar. Sie setzen für das Relegations-Rückspiel gegen Polen auf den Magdeburg-Effekt.

Der Deutsche Handball-Bund (DHB) hatte für die Partie am kommenden Samstag (15.15 Uhr/ZDF) bewusst die Stimmungshochburg an der Elbe ausgewählt und dafür auf viel Geld verzichtet. Mit den Fans im Rücken sollen die Polen auf dem Weg zur WM ausgeschaltet werden. "Ich hab mich für Magdeburg entschieden und gegen den Vorschlag, in eine der großen Arenen zu gehen. Das lassen wir uns auch etwas kosten", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning nach der 24:25-Niederlage im Hinspiel gegen Polen: "Magdeburg ist für drei bis fünf Tore gut."

Wie wichtig das Publikum für eine Mannschaft in K.o.-Spielen sein kann, bekam die deutsche Auswahl in Danzig zu spüren. Als die Gastgeber zur Halbzeit mit 9:12 hinten lagen, schrien und kreischten die mehr als 10 000 polnischen Fans ihr Team nach vorne. Mitte des zweiten Durchgangs lagen die Gastgeber sogar drei Tore vorn. "Dass wir noch einmal zurückgekommen sind, ist das große Plus dieser Mannschaft", sagte Hanning: "Jetzt haben wir ein richtiges Endspiel, und das zu Hause in Magdeburg. Besser geht es nicht." Nur der Sieger aus beiden Partien löst das Ticket für die WM im kommenden Januar in Katar.